Thüringen: Deutliche Trockenheit im Süden, normale Bodenfeuchte im Norden – UFZ-Karte vom 29. Mai

Die aktuelle UFZ-Dürrekarte für Thüringen zeigt ein geteiltes Bild: Während der nördliche Landesteil überwiegend normale bis leicht feuchte Bodenverhältnisse aufweist, verzeichnet der südliche und zentrale Bereich moderate bis schwere Dürre. Etwa zwei Drittel der Landesfläche zeigen erhöhte Trockenheit.

Aktuelle Dürrekarte Thüringen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Thüringen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Der Norden um das Thüringer Becken weist größtenteils normale Bodenfeuchte auf, erkennbar an den grünen und gelben Bereichen. Im Kontrast dazu dominieren im südlichen Thüringen und im Thüringer Wald orange bis rote Einfärbungen, die moderate bis schwere Dürre anzeigen. Besonders betroffen sind die Regionen um Suhl und das südöstliche Thüringen, wo punktuell schwere Dürre (rote Bereiche) auftritt.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen mit 4,3 mm sehr geringe Niederschläge bei Temperaturen bis 26,4°C, was die auf der Karte dargestellte Trockenheit verstärkt hat. Der UFZ-Dürremonitor bildet als 14-Tage-Mittel den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe ab und reagiert träge auf kurzfristige Wetteränderungen. Für die kommenden drei Tage sind 16,8 mm Niederschlag prognostiziert, was zunächst den Oberboden entlasten könnte.

Die moderate bis schwere Dürre in den betroffenen Gebieten erfordert Aufmerksamkeit in der Landwirtschaft, insbesondere bei der Bewässerung empfindlicher Kulturen. Forstwirtschaftliche Betriebe sollten die Waldbrandgefahr im Auge behalten. Die normale Bodenfeuchte im Norden Thüringens zeigt jedoch, dass die Wasserversorgung landesweit nicht flächendeckend beeinträchtigt ist.

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