Sachsen: Schwere Dürre dominiert Gesamtboden Ende Mai 2026

Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Sachsen eine überwiegend schwere Dürre im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Weite Teile des Bundeslandes befinden sich in der roten Klasse, die statistisch alle 20 Jahre auftritt. Einzelne Bereiche weisen bereits extreme Dürre auf.

Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Sachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Regional zeigt sich ein differenziertes Bild: Die zentralen und östlichen Landesteile sind flächendeckend von schwerer bis extremer Dürre betroffen, mit dunkelroten Bereichen vor allem im Raum Leipzig-Dresden. Der Westen und Süden Sachsens zeigen teilweise moderate Dürre, während nur vereinzelte Gebiete im äußersten Nordwesten noch normale Bodenfeuchtewerte aufweisen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken die angespannte Lage: Mit null Millimetern Niederschlag und Höchsttemperaturen von 28,3°C hat sich die Trockenheit des Gesamtbodens weiter verschärft. Für die kommenden drei Tage sind jedoch 23,1 Millimeter Niederschlag prognostiziert. Diese Regenfälle können die Situation im Oberboden kurzfristig entspannen, der träge reagierende Gesamtboden wird jedoch erst mit Verzögerung profitieren, da der UFZ-Monitor ein 14-Tage-Mittel darstellt.

Schwere Dürre bedeutet deutliche Belastungen für Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Bewässerungssysteme sind verstärkt gefordert, Waldbrände werden wahrscheinlicher und die Wasserversorgung steht unter erhöhtem Druck. Die prognostizierten Niederschläge können erste Entlastung bringen, für eine nachhaltige Erholung des Gesamtbodens sind jedoch weitere ergiebige Regenfälle erforderlich.

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