Bei einer Schwerpunktkontrolle von E-Scootern in Neudorf und Neumühl hat die Duisburger Polizei erhebliche Mängel und gefährliche Manipulationen aufgedeckt. Die Bilanz fällt alarmierend aus: Sechs Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, drei sichergestellte Elektrokleinstfahrzeuge und ein manipulierter Krankenfahrstuhl.
Besonders auffällig war, dass alle kontrollierten E-Scooter-Fahrer unter 14 Jahren alt waren. Bei einem der Fahrer entdeckten die Polizisten auf dessen Mobiltelefon eine App zur Manipulation von E-Scootern. Mit dieser Anwendung lässt sich die werkseitig vorgesehene Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h erheblich erhöhen. Der betroffene E-Scooter konnte dadurch Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h erreichen. Solche Manipulationen können dazu führen, dass ein Fahrzeug seine rechtliche Einordnung als Elektrokleinstfahrzeug verliert und eine Fahrerlaubnis erforderlich wird.
Zusätzlich zu den Strafanzeigen fertigte die Polizei eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen der Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt, stellte vier Verwarngelder aus und meldete zwei Fälle an das Straßenverkehrsamt. Außerdem wurde eine Verkehrsanzeige wegen eines Verstoßes gegen die Kraftfahrzeugsteuer gefertigt.
Am Montag, dem 21. September, wurden die drei sichergestellten Elektrokleinstfahrzeuge auf einem Rollenprüfstand überprüft. Dabei zeigte sich erneut das erhebliche Ausmaß der Manipulationen. Auch der sichergestellte Krankenfahrstuhl, der konstruktionsbedingt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h begrenzt sein muss, erreichte auf dem Rollenprüfstand mindestens 45 km/h. Das Fahrzeug wird nun von der DEKRA weiter überprüft.
Die Polizei Duisburg warnt ausdrücklich vor den Gefahren manipulierter E-Scooter. Wer ein Fahrzeug technisch verändert, um deutlich schneller fahren zu können, erhöht das ohnehin vorhandene Unfall- und Verletzungsrisiko erheblich. Bei einem E-Scooter gibt es keine Knautschzone, die den Körper bei einem Unfall schützt. Das Fahren erfordert aufgrund der geringen Größe, der schmalen Bereifung und der hohen Geschwindigkeiten eine besondere Sensibilität und sichere Fahrzeugbeherrschung. Bei steigender Geschwindigkeit nimmt insbesondere das Sturzrisiko deutlich zu. Verletzungen am Kopf können gravierend sein und im schlimmsten Fall tödlich enden.
Die Polizei appelliert an alle Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern, die Fahrzeuge ausschließlich im zulässigen Zustand und entsprechend den geltenden Vorschriften zu nutzen. Technische Manipulationen zur Erhöhung der Geschwindigkeit sind nicht nur unzulässig, sondern können für die Fahrerinnen und Fahrer selbst und für andere Verkehrsteilnehmende erhebliche Gefahren verursachen.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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