Nach einem versuchten Tötungsdelikt in der Duisburger Altstadt Mitte April hat ein Richter Untersuchungshaftbefehl gegen einen 23-jährigen Deutschen erlassen. Der Mann steht unter Verdacht des versuchten Totschlags.
Polizistinnen und Polizisten nahmen den Tatverdächtigen am Donnerstag (30. April) an seiner Wohnanschrift in Neuenkamp fest. Gleichzeitig durchsuchten sie mit richterlichem Beschluss seine Wohnung. Am Freitag (1. Mai) erließ ein Richter des Amtsgerichts Duisburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft den Haftbefehl.
Bei den Ermittlungen geriet auch ein 29-jähriger Mitbeschuldigter ins Visier der Polizei. Seine Wohnung wurde ebenfalls durchsucht, mögliche Beweismittel stellten die Beamten sicher. Gegen den Mann läuft nun ein separates Strafverfahren.
Die Tat ereignete sich in der Nacht zum 16. April an der Steinschen Gasse in der Nähe einer Bushaltestelle. Bei einem Streit zwischen mehreren Personen erlitt ein 32-Jähriger lebensgefährliche Verletzungen. Die Täter flüchteten zunächst unerkannt vom Tatort. Die Staatsanwaltschaft Duisburg wertete den Vorfall als versuchtes Tötungsdelikt und richtete noch in derselben Nacht eine Mordkommission ein. Das Opfer ist inzwischen wieder außer Lebensgefahr.
Die Duisburger Kriminalpolizei ermittelt weiterhin zu den Hintergründen der Tat. Mehr dazu