Entführung und Messerangriff: Drei Tatverdächtige nach Gewalttat am Bahnhof festgenommen

(Symbolbild)

Nach einer brutalen Entführung und Messerattacke am Bahnhof von Haunetal-Neukirchen hat die Polizei drei Tatverdächtige festgenommen. Ein 21-jähriger Mann aus Bad Sassendorf war am späten Donnerstagabend, 30. April, gegen 23 Uhr Opfer des schweren Gewaltverbrechens geworden.

Das Opfer hatte sich am Bahnhof mit einer ihm bekannten Frau verabredet. Bei seinem Eintreffen traten jedoch neben der Bekannten zwei weitere Personen an ihn heran und attackierten ihn mit Schlägen, Tritten und Pfefferspray. Anschließend transportierten die Angreifer den 21-Jährigen im Kofferraum eines Fahrzeugs zu einem unbekannten Ort, den der Geschädigte als „Abstellort für Container“ beschrieb.

An diesem Ort setzten die Täter ihre Gewalt fort und verletzten den Mann mit einem Messer schwer. Danach sperrten sie ihn erneut in den Kofferraum und fuhren nach Thüringen weiter. Auf einer Raststätte gelang es dem 21-Jährigen schließlich, sich zu befreien und die Polizei zu verständigen. Aufgrund seiner schweren Verletzungen wurde er zur medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Bei dem Vorfall verletzten die Täter das Opfer mit einem Messer schwer, nachdem sie ihn zuvor entführt und zu einem unbekannten Ort verschleppt hatten.

Dank umfangreicher kriminalpolizeilicher Ermittlungen konnte die Polizei am Freitag, 1. Mai, einen 21-jährigen Tatverdächtigen aus Waldheim in Sachsen festnehmen. Am Sonntag, 3. Mai, folgten die Festnahmen einer 18-jährigen und einer 22-jährigen Frau, ebenfalls aus Waldheim. Der 21-Jährige wurde bereits einer Justizvollzugsanstalt zugeführt, während die Vorführung der beiden Frauen beim Haftrichter zum Zeitpunkt der Meldung noch ausstand.

Die Kriminalpolizeiinspektion Jena ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Gera wegen versuchten Tötungsdeliktes. Da der „Abstellort für Container“ bisher nicht lokalisiert werden konnte und dieser möglicherweise im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Osthessen liegt, bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung.

Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen oder Blutspuren machen können, werden gebeten, sich unter Angabe des Aktenzeichens ST/0107436/2026 an die KPI Jena unter der Rufnummer 03641/810 oder per E-Mail an kpi.jena@polizei.thueringen.de zu wenden oder jede andere Polizeidienststelle zu kontaktieren.

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