Beim 21. Biebricher Höfefest in Wiesbaden haben Polizei, Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz unter dem Motto „Respekt zeigen – Respekt erfahren“ das Gespräch mit Bürgern gesucht. Die Veranstaltung am 30. Mai stand auch im Zeichen des 175-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Wiesbaden-Biebrich.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen zusammen, um gemeinsam zu feiern und das vielfältige Engagement im Stadtteil zu erleben. Neben Musik, kulinarischen Angeboten und verschiedenen Aktionen präsentierte sich die Feuerwehr den Gästen mit einer Fahrzeugausstellung, Kinderprogrammen und Live-Musik.
Die „Blaulichtfamilie“ nutzte die Gelegenheit zum direkten Dialog mit der Bevölkerung. Ziel der Initiative ist es, Verständnis für die Herausforderungen der Tätigkeiten von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und die Wertevermittlung im Umgang mit den Helfern zu stärken.
Von der Polizei waren die Leiterin des 5. Polizeireviers, Petra Werner, sowie der zuständige Schutzmann vor Ort Patrick Brzosa, Kollegen der polizeilichen Präventionsarbeit mit ihrem Konzept „Cops im Dialog“ sowie Kolleginnen und Kollegen der polizeilichen Öffentlichkeitsarbeit vor Ort. Sie führten gemeinsam mit den weiteren Vertretern der „Blaulichtfamilie“ zahlreiche Gespräche mit Bürgern, beantworteten Fragen, gaben Einblicke in die Arbeit der Polizei und händigten Schutzschleifen aus – ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und des gegenseitigen Respekts gegenüber den Helfern.
„Wir treten gerne mit den Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog, um in Gesprächen auf Augenhöhe die Verbindung zur Bevölkerung zu stärken und schaffen damit eine Grundlage für ein gutes Miteinander. Dies fördert den respektvollen Umgang und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betonte Petra Werner.
Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen wird durch aktuelle Zahlen unterstrichen: Im Jahr 2025 wurden in Hessen insgesamt 5.507 Helfer Opfer von Gewalt, darunter 5.303 Polizeivollzugsbeamte, 181 Rettungsdienstkräfte und 23 Feuerwehrleute – ein neuer Höchststand.
Die Landesregierung hatte bereits 2024 ein Respekt-Paket geschnürt, das verschiedene Maßnahmen umfasst, um die Helfer besser zu schützen und das Bewusstsein in der Bevölkerung zu fördern. Dazu gehören gezielte Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen, die Förderung von Dialogformaten mit Bürgern sowie gesetzgeberische Initiativen, die den Strafrahmen bei Übergriffen auf die Helfer verschärfen. Die Bundesregierung unterstützt diese Initiative und will das Mindeststrafmaß bei tätlichen Angriffen auf sie von drei auf sechs Monate erhöhen.
Das Biebricher Höfefest setzte damit nicht nur ein Zeichen für gelebte Nachbarschaft und ehrenamtliches Engagement, sondern auch für Respekt, Zusammenhalt und die Wertschätzung der Menschen, die täglich für die Sicherheit der Gesellschaft im Einsatz sind.