Klimacamp Hamm: Zwei Polizisten bei Demonstrationen verletzt

(Symbolbild)

Bei Demonstrationen rund um das Klimacamp in Hamm sind am Samstag zwei Polizisten verletzt worden. Einer der Beamten konnte seinen Dienst nicht mehr fortsetzen. Insgesamt verliefen die Versammlungen mit bis zu 2700 Teilnehmenden jedoch weitestgehend störungsfrei.

Gegen 7.30 Uhr wollten etwa 300 vermummte Personen in weißen Maleranzügen mit eingerollten Bannern und Rucksäcken das Klimacamp fußläufig verlassen. Die Polizei Dortmund wertete dies als unangemeldete Versammlung und stoppte den Aufzug. Die Polizistinnen und Polizisten bildeten eine Polizeikette, die die Versammlungsteilnehmenden zu durchbrechen versuchten. Dabei wurden die beiden Beamten verletzt.

Die Versammlung führte anschließend über die Dortmunder Straße und Johannes-Rau-Straße zum Freundschaftskreisel. Unterwegs pausierte der Aufzug unter stetigem Schutz der Polizei mehrfach. Zum Schutz kritischer Infrastruktur musste die Polizei eine spontane Änderung der Wegstrecke ablehnen, woraufhin die Versammlungsteilnehmenden eine alternative Route wählten. 120 Personen schlossen sich später der Versammlung „Zukunft statt Gas“ an, während etwa 180 Teilnehmende gegen 14.30 Uhr direkt ins Klimacamp zurückkehrten.

Parallel fand ab 10 Uhr eine angemeldete Mahnwache am Hammer Hauptbahnhof zum Thema „Klimagerechtigkeit statt fossilem Gas“ mit maximal sieben Personen statt. Die Veranstaltung endete störungsfrei um 18 Uhr.

Die größte Demonstration des Tages war ein Aufzug von Fridays For Future, der ab 12 Uhr von der Kreuzung Hammer Straße/Am Lausbach über die Wittekindstraße zur Rollsport-Trainingsstrecke Radbod führte. Gegen 13.05 Uhr setzte sich der Aufzug mit etwa 1700 Teilnehmenden in Bewegung und wuchs im Verlauf auf rund 2700 Personen an. Der Versammlungsleiter beendete die Demonstration gegen 17 Uhr an der Rollsport-Trainingsstrecke.

Zur Sicherheit aller Teilnehmenden und Unbeteiligten musste die Polizei zeitweise einzelne Straßen sperren, was zu temporären Verkehrsbeeinträchtigungen führte. Die Polizei setzte außerdem speziell geschulte Kommunikationsteams ein, die zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern führten. Die Polizei Dortmund zieht für den Tag ein positives Fazit.

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