Erfurt: Betrüger erbeuten 14.000 Euro mit erfundener Krebsdiagnose

(Symbolbild)

Mit einer erfundenen Krankengeschichte haben Betrüger einen 87-jährigen Mann in Erfurt um 14.000 Euro gebracht. Unbekannte Täter gaben sich am Dienstagabend als Krankenhausmitarbeiter aus und gaukelten dem Senior vor, seine Tochter sei schwerkrank.

Zwischen 19:00 Uhr und 19:15 Uhr erhielt der 87-Jährige einen Anruf von einer unbekannten Frau und einem unbekannten Mann. Die Betrüger behaupteten, seine Tochter sei schwerkrank in ein Krankenhaus eingeliefert worden und habe eine Krebsdiagnose erhalten. Um noch am selben Tag eine erfolgversprechende Therapie beginnen zu können, müsse angeblich ein Medikament aus der Schweiz im Wert von 100.000 Euro bestellt werden. Dafür sei eine Anzahlung erforderlich.

Der betrogene Senior gab daraufhin an, 14.000 Euro Bargeld zu Hause aufzubewahren. Kurz nach dem Telefonat erschien ein unbekannter Mann vor dem Hauseingang des 87-Jährigen und nahm das Geld entgegen. Anschließend entfernte er sich in unbekannte Richtung. Der Betrug flog erst auf, als der Senior seine Tochter anrief.

Die Polizei warnt vor dieser und anderen Betrugsmaschen: Echte Ärzte, Krankenhausmitarbeiter, Polizisten oder Staatsanwälte fordern am Telefon niemals Bargeld für Behandlungen, Kautionen oder andere angeblich dringende Zahlungen. Bei solchen Anrufen sollten Betroffene das Gespräch sofort beenden, sich nicht unter Druck setzen lassen und Angehörige unter der bekannten Telefonnummer kontaktieren. Im Zweifel sollte die Polizei unter der Notrufnummer 110 verständigt werden.

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