Erntezeit im Kreis Segeberg: Polizei zieht Bilanz nach Schwerpunktkontrollen – Motorradfahrer schwer verletzt

Nicht gesicherte, lose Ladung auf einem landwirtschaftlichen Anhänger Foto: Polizei (freigegeben)

Die Polizei im Kreis Segeberg hat am Montag und Dienstag dieser Woche (21./22.09.2026) gezielt land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge kontrolliert. Vier Streifenwagenbesatzungen des Polizei-, Autobahn- und Bezirksreviers Elmshorn waren im Elmshorner Umland unterwegs und überprüften insgesamt 40 Traktoren sowie anlassbezogen Pkw. Die Kontrollen zeigen: In der Erntezeit gibt es erhebliche Sicherheitsprobleme im Straßenverkehr.

Bei den Überprüfungen stellten die Beamten insgesamt 34 Beanstandungen fest. 13 Fahrer erhielten einen Bußgeldbescheid, weil ihre Ladung nicht ausreichend gesichert war. Ein Landwirt wurde verwarnt, weil er während der Fahrt sein Mobiltelefon nutzte. Sechs weitere Personen bekommen Bußgeldverfahren wegen Zulassungsverstößen im 25-km/h-Bereich. Bei einem Fahrzeuggespann waren die zulässigen Abmessungen überschritten – auch hier folgt ein Bußgeldbescheid.

Zwei Fahrzeuge mussten stehen bleiben, weil ihre Betriebserlaubnis erloschen war. In drei Fällen erhielten die Fahrer einen Kontrollbericht, weil beispielsweise die Beleuchtungseinrichtungen fehlerhaft waren. Sie haben nun zehn Tage Zeit, diese Mängel zu beheben und nachzuweisen. Hinzu kommen fünf mündliche Verwarnungen wegen fehlender erforderlicher Papiere und drei weitere Verstöße.

Besonders dramatisch war der Unfall am Dienstag (22.09.2026) auf der Landesstraße 68 zwischen Blunk und Groß Rönnau im Kreis Segeberg: Ein 69-jähriger Motorradfahrer verlor die Kontrolle über sein Motorrad, nachdem feuchte Erd- und Düngerreste auf der Fahrbahn Glätte verursacht hatten. Das Hinweisschild für die Verschmutzung war noch nicht aufgestellt. Beim einsetzenden Regen rutschte der Mann nach rechts von der Fahrbahn ab und stürzte in einen Graben. Er zog sich schwere Verletzungen zu, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Am Motorrad entstand ein Sachschaden von etwa 3.000 Euro.

Die Polizei warnt Verkehrsteilnehmer, besonders im Bereich von Feldein- und -ausfahrten sowie in Kurvenbereichen bei landwirtschaftlichen Betrieben mit Verschmutzungen zu rechnen. Auch die unterschiedlichen Geschwindigkeits-, Lenk- und Beschleunigungsmöglichkeiten von Landmaschinen sowie deren überbreite und überlange Ausmaße sollten berücksichtigt werden. Überholmanöver sollten nur bei völlig klarer Verkehrslage erfolgen – Motorradfahrer sollten solche Manöver besonders vorsichtig durchführen oder ganz vermeiden.

Für Landwirte und Verantwortliche von landwirtschaftlichen Fahrzeugen hat die Polizei ebenfalls klare Anforderungen: Die Erkennbarkeit und Sicherheit von Fahrzeugen und Anbaugeräten müssen gewährleistet sein. Unvermeidbare Verschmutzungen der Fahrbahn müssen ausreichend gekennzeichnet und abgesichert werden – und sind nach Beendigung der Feldarbeit unverzüglich zu entfernen. Beim Abbiegen in Feldeinfahrten oder auf Betriebsgelände muss rechtzeitig geblinkt werden, beim Linksabbiegen ist auf den nachfolgenden Verkehr zu achten. Fahrer sollten damit rechnen, dass Pkw- und Motorradfahrer überholen wollen – bei erkennbaren Fahrzeugschlangen sollten Überholmanöver ermöglicht werden.

Die Landespolizei führt während der Erntezeit verstärkte Kontrollen durch und ist für diese Thematik sensibilisiert.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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