Der Spezialchemie-Konzern Evonik will in den kommenden Jahren weltweit 3.200 Arbeitsplätze streichen. Davon sind etwa 2.150 Stellen in Deutschland betroffen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das Jobabbau-Programm ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung des Konzerns.
Die geplanten Stellen sollen durch mehrere Maßnahmen wegfallen: Das Unternehmen wird offene Positionen nicht neu besetzen, Mitarbeiter früher in den Ruhestand gehen lassen und freiwillige Abgänge gegen Abfindungszahlungen ermöglichen. Die Umsetzung hat bereits begonnen.
Interims-Chef Claus Rettig begründete die drastischen Sparmaßnahmen mit der angespannten Situation in der Branche: „Wir befinden uns in einer strukturellen und ökonomischen Krise unserer Industrie“, sagte er. Diese Einschätzung werde von Vorstand, Aufsichtsrat und Arbeitnehmervertretern geteilt. Mit dem Umbau will Evonik alte Strukturen aufbrechen und die Kostenbasis senken.
Gleichzeitig setzt der Konzern auf Wachstum in anderen Regionen. Besonders in Asien und Amerika sieht Evonik Chancen für Expansion. Das Unternehmen prüft derzeit weitere Investitionsprojekte in diesen Märkten, um eine ausgewogene Umsatzverteilung zwischen den drei Schwerpunktregionen Europa, Asien und Amerika zu erreichen.
In Deutschland wird Evonik seine sechs großen Produktionsstandorte strategisch neu ausrichten. Für jeden Standort soll ein klares Profil definiert werden, nach dem er in den kommenden Jahren weiterentwickelt wird. Darüber hinaus zieht sich der Konzern weltweit aus Geschäftsbereichen zurück, für die er keine langfristige Perspektive sieht.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.
Autor: dts Nachrichtenagentur