Brandenburg steht vor einer dramatischen Dürresituation: Der aktuelle UFZ Dürremonitor zeigt für weite Teile des Bundeslandes eine außergewöhnliche Trockenheit der Böden. Besonders der Süden und Osten Brandenburgs sind von extremer Dürre gekennzeichnet, während nur kleinere Gebiete im Nordwesten noch ausreichende Bodenfeuchtigkeit aufweisen.

Die Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung offenbart ein alarmierendes Bild: Dunkelrote Bereiche kennzeichnen eine außergewöhnliche Dürre in großen Teilen der Lausitz und im Bereich um Cottbus. Auch die Region um Frankfurt (Oder) und weite Teile Südbrandenburgs zeigen kritische Bodenfeuchtigkeitswerte. Lediglich im nordwestlichen Brandenburg, etwa um Prignitz und Teilen der Uckermark, sind noch gelbe bis orangene Bereiche zu erkennen, die auf mäßig trockene bis normale Bodenverhältnisse hindeuten.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen ein widersprüchliches Bild: Mit 53,7 Millimetern Niederschlag fielen durchaus nennenswerte Regenmengen, bei milden Durchschnittstemperaturen von 8,9 Grad Celsius. Doch diese kurzfristigen Niederschläge können die tiefen Bodenschichten nicht ausreichend erreichen – die Dürre in tieferen Erdschichten bleibt bestehen. Erschwerend kommt hinzu, dass für die kommenden drei Tage kein Regen erwartet wird, bei Höchsttemperaturen bis 16,3 Grad, was die Verdunstung weiter anheizt.
Für die Landwirtschaft in Brandenburg bedeutet diese Situation eine erhebliche Belastung. Besonders in den betroffenen Gebieten im Süden und Osten des Landes könnten Feldfrüchte unter Wasserstress leiden. Die Waldbrandgefahr steigt deutlich an, und auch die natürlichen Ökosysteme stehen unter enormem Druck. Wasserversorger müssen mit sinkenden Grundwasserpegeln rechnen, was mittelfristig auch die Trinkwasserversorgung beeinträchtigen könnte.
Den aktuellen Wetterbericht für Brandenburg finden Sie hier.