Die Dürresituation in Berlin und Brandenburg bleibt auch Ende April 2026 angespannt. Der aktuelle Dürremonitor des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt für weite Teile der Region anhaltend niedrige Bodenfeuchtewerte, obwohl in der vergangenen Woche nennenswerte Niederschläge fielen.

Besonders betroffen sind die südlichen und östlichen Gebiete Brandenburgs, wo der Soil Moisture Index (SMI) in den dunkelroten Bereich reicht – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre. Berlin selbst liegt im orange-roten Spektrum, was auf moderate bis schwere Trockenheit hinweist. Nur in den westlichen Randbereichen der Region zeigen sich vereinzelt bessere Bodenfeuchtewerte in gelben Tönen.
Trotz der 39,7 Millimeter Niederschlag, die in Berlin während der vergangenen sieben Tage fielen, hat sich die Dürresituation kaum entspannt. Die Regenfälle bei milden Durchschnittstemperaturen von 9 Grad konnten zwar die Oberflächenfeuchte verbessern, reichen aber nicht aus, um die tieferen Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten. In den kommenden drei Tagen sind zudem keine weiteren Niederschläge prognostiziert, bei Höchsttemperaturen von bis zu 16,1 Grad.
Die anhaltende Trockenheit stellt besonders die Landwirtschaft in Brandenburg vor große Herausforderungen. Landwirte müssen bereits jetzt über Bewässerungsmaßnahmen für ihre Kulturen nachdenken. Auch die Waldbrandgefahr könnte bei ausbleibendem Regen und steigenden Temperaturen wieder zunehmen. Für die städtische Vegetation in Berlin bedeutet die Situation zusätzlichen Stress, insbesondere für Straßenbäume und Grünanlagen.
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