Extreme Dürre in Mecklenburg-Vorpommern: Besonders Osten und Nordküste betroffen – 10. Mai 2026

Mecklenburg-Vorpommern steckt weiterhin in einer ausgeprägten Dürreperiode. Der aktuelle UFZ Dürremonitor zeigt am 8. Mai 2026 eine besorgniserregende Bodentrockenheit in weiten Teilen des Bundeslandes, wobei besonders der Osten und die Nordküste von extremer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen sind.

Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Mecklenburg-Vorpommern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die Karte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung offenbart ein dramatisches Bild: Während sich im westlichen und zentralen Bereich noch vereinzelt feuchte Zonen in Gelb zeigen, dominieren in Vorpommern und entlang der Ostseeküste die dunkelroten Farbtöne. Diese signalisieren außergewöhnliche Dürre im Boden. Besonders kritisch ist die Situation in der Region um Greifswald und Stralsund sowie in weiten Teilen Rügens, wo sich tiefrote Flecken ausbreiten. Auch im südöstlichen Grenzgebiet zu Brandenburg zeigen sich ausgeprägte Dürregebiete.

Die Wetterbedingungen der vergangenen Woche brachten mit durchschnittlich 12,8 Millimetern Niederschlag nur wenig Entspannung für die ausgetrockneten Böden. Bei Durchschnittstemperaturen von 11,8 Grad und Spitzenwerten bis 25,7 Grad verdunstete ein Großteil des ohnehin geringen Regens schnell wieder. Auch die Wetterprognose für die kommenden drei Tage verspricht mit erwarteten 9,8 Millimetern Niederschlag keine nachhaltige Besserung der Bodenfeuchtesituation. Solche geringen Regenmengen können zwar die obersten Bodenschichten leicht befeuchten, reichen aber bei weitem nicht aus, um die tieferliegenden Wurzelzonen zu erreichen, wo Pflanzen ihr Wasser beziehen.

Die anhaltende Bodentrockenheit stellt Landwirtschaft und Natur vor massive Herausforderungen. Landwirte müssen bereits jetzt ihre Bewässerungssysteme hochfahren, um Aussaaten und junge Pflanzen zu schützen. Besonders betroffen sind die typischen Ackerbauregionen in Vorpommern, wo Getreide und Raps unter der Trockenheit leiden. Auch die Wälder zeigen erste Stresssymptome, und die Waldbrandgefahr steigt deutlich an. Kommunale Wasserversorger beobachten sinkende Grundwasserstände, was mittelfristig zu Nutzungseinschränkungen führen könnte.

Den aktuellen Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.