Die aktuelle UFZ-Dürremonitorkarte vom 28. Mai zeigt für Sachsen eine deutliche regionale Verteilung der Bodentrockenheit. Während der Süden und Osten des Bundeslandes überwiegend schwere Dürreklassen aufweisen, zeigen sich im Nordwesten vereinzelt noch moderate Verhältnisse. Der UFZ-Dürremonitor bildet ein 14-Tage-gleitendes Mittel für den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe ab und wird wöchentlich aktualisiert.

Regional zeigt sich ein klares Gefälle: Die südlichen und östlichen Landesteile weisen großflächig rote Bereiche auf, was der UFZ-Klasse „schwere Düerre“ entspricht. In den zentralen Gebieten dominieren orange eingefärbte Flächen der Klasse „moderate Düerre“. Lediglich im äußersten Nordwesten sind noch hellgelbe Bereiche zu erkennen, die als „ungewöhnlich trocken“ klassifiziert werden. Vereinzelt finden sich kleinere dunkelrote Areale, die extreme Dürreklassen anzeigen.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen null Millimeter Niederschlag bei einer Durchschnittstemperatur von 18°C. Die Höchsttemperatur erreichte 28,3°C. Für die kommenden drei Tage werden 17,7 Millimeter Regen erwartet bei Höchsttemperaturen um 22,4°C. Da der Gesamtboden träge auf Niederschläge reagiert, werden die erwarteten Regenfälle zunächst nur den Oberboden erreichen, während die tieferen Schichten weiterhin trocken bleiben.
Die schweren Dürreklassen bedeuten für die Landwirtschaft spürbare Einschränkungen bei der Wasserversorgung der Kulturen. Besonders betroffen sind tiefwurzelnde Pflanzen und Baumbestände, die auf das Wasserreservoir in größeren Bodentiefen angewiesen sind. Wasserwirtschaftliche Einrichtungen sollten die Entwicklung weiter beobachten.
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