Bodenfeuchte-Bericht für Deutschland: Nord-Süd-Gefälle prägt die Lage Ende Mai 2026

Die aktuelle Dürremonitor-Karte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) zeigt ein ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle der Bodenfeuchtigkeit in Deutschland. Während der Norden und Nordwesten weitgehend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweisen, dominieren im Süden und Osten moderate bis schwere Dürreklassen. Das 14-Tage-Mittel der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe wird wöchentlich aktualisiert.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Schleswig-Holstein, Hamburg und weite Teile Niedersachsens zeigen grüne bis blaue Bereiche – ein Zeichen für normale Bodenfeuchtigkeit. In Nordrhein-Westfalen und Hessen herrschen überwiegend gelbe Töne vor, was ungewöhnlich trockene Verhältnisse anzeigt. Deutlich verschärft stellt sich die Lage in Süddeutschland dar: Baden-Württemberg und Bayern weisen großflächig orange Bereiche auf, die auf moderate Dürreklassen hindeuten. Besonders auffällig sind die roten Zonen in Ostbayern und Teilen Sachsens sowie Brandenburg, wo schwere Dürreklassen vorherrschen.

Die aktuellen Wetterdaten verdeutlichen die angespannte Situation: Die vergangenen sieben Tage brachten deutschlandweit nur 2,5 mm Niederschlag im Durchschnitt. Besonders trocken verlief die Woche in Baden-Württemberg, Bayern und weiten Teilen Ostdeutschlands mit 0 mm Regen. Für die kommenden drei Tage sind regional unterschiedliche Niederschläge vorhergesagt – Bayern und Sachsen können mit 14-18 mm rechnen, während Berlin und Brandenburg weiterhin trocken bleiben. Da der Gesamtboden träge auf kurzfristige Niederschläge reagiert, werden sich mögliche Verbesserungen erst verzögert in zukünftigen Karten zeigen.

Die moderate bis schwere Trockenheit in Süd- und Ostdeutschland erfordert verstärkte Aufmerksamkeit in der Landwirtschaft. Während die normale Bodenfeuchtigkeit im Norden günstige Bedingungen für das Pflanzenwachstum bietet, müssen südliche und östliche Regionen mit Bewässerungsmaßnahmen und angepasster Bewirtschaftung auf die Trockenheit reagieren. Die Forstwirtschaft sollte in den betroffenen roten Bereichen die Waldbrandgefahr im Blick behalten.

Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.

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