Die Dürresituation in Rheinland-Pfalz spitzt sich dramatisch zu: Während große Teile des südlichen Bundeslandes noch normale bis feuchte Böden aufweisen, herrscht im Norden eine außergewöhnliche Dürre. Der UFZ Dürremonitor zeigt für den 24. April 2026 dunkelrote Bereiche im Rheintal und angrenzenden Gebieten – ein Alarmzeichen für die Bodenfeuchte.

Besonders kritisch ist die Lage im Raum zwischen Mainz, Koblenz und der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Hier zeigt der Soil Moisture Index (SMI) die höchste Dürrestufe an. Auch Teile der Eifel und des Westerwaldes sind von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen. Im Kontrast dazu präsentieren sich die Pfalz, Teile der Südeifel und das Moseltal in deutlich besserer Verfassung mit normalen bis feuchten Bodenverhältnissen.
Die geringen Niederschläge der vergangenen Woche verstärken das Problem: Mit nur 12,1 Millimetern Regen bei milden Temperaturen um 9,2 Grad konnte sich die Bodenfeuchtesituation nicht entspannen. Die Wetterprognose verschärft die Lage weiter – in den kommenden drei Tagen ist kein Niederschlag zu erwarten, während die Temperaturen auf bis zu 18 Grad ansteigen. Diese trockenen und warmen Bedingungen werden die Verdunstung zusätzlich ankurbeln und die bereits angespannten Böden weiter austrocknen.
Für die Landwirtschaft bedeutet die extreme Dürre im Norden des Landes erhebliche Probleme bei der Frühjahrsbestellung. Besonders gefährdet sind Getreidekulturen und Grünland, die auf ausreichende Bodenfeuchtigkeit angewiesen sind. Die Wasserwirtschaft muss in den betroffenen Gebieten verstärkt auf die Versorgungssicherheit achten, während Waldgebiete ein erhöhtes Brandrisiko aufweisen. Die regionalen Unterschiede zeigen, wie kleinräumig sich Dürreperioden entwickeln können.
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