Fahrzeugbrand in Tiefgarage und Wohnungsbrand durch Fahrradakku in Dresden

© Roland Halkasch Ein Löschfahrzeug steht vor dem Wohnhochhaus, in welchem eine Wohnung brennt.

Am Freitag beschäftigten zwei Brände die Dresdner Feuerwehr über mehrere Stunden: Ein brennender PKW in einer Tiefgarage in der Südvorstadt und ein Wohnungsbrand durch einen defekten Fahrradakku in Zschertnitz.

Der erste Einsatz begann um 13:20 Uhr in der Hohen Straße. Ein Fahrzeughalter wollte seinen in der Tiefgarage abgestellten PKW starten, als es im Motorraum zu einem Brand kam. Dunkler Rauch drang aus der Zufahrt und mehreren Lichtschächten auf der Gebäuderückseite. Der Fahrzeughalter unternahm noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr eigene Löschversuche mit einem Pulverfeuerlöscher und wurde vor Ort medizinisch gesichtet. Eine Krankenhausbehandlung war nicht erforderlich.

Mehrere Trupps unter Atemschutz bekämpften den Brand mit einem Strahlrohr. Gebrannt hatten Verkleidungsteile im Motorraum, die unter starker Rauchentwicklung abtropften. Zusätzlich traten Betriebsstoffe aus, die mit Ölbindemittel aufgenommen wurden. Nach rund 15 Minuten war der Brand gelöscht. Anschließend waren umfangreiche Belüftungsmaßnahmen mit Überdrucklüftern und einem Großventilator erforderlich. Die Einsatzkräfte führten Messungen in der Tiefgarage und angrenzenden Wohneinheiten durch – dabei konnten keine erhöhten Schadstoffkonzentrationen festgestellt werden. Der Einsatz endete um 16:27 Uhr.

Der zweite Brand ereignete sich in der Nacht zum Samstag um 23:01 Uhr in der Michaelangelostraße in Zschertnitz. In einer Wohnung in der 12. Etage eines Wohnhochhauses war beim Versuch, einen Fahrradakku aufzuladen, der Akku in Brand geraten. Dunkler Brandrauch drang aus einem Fenster, der Flurbereich der Etage war stark verraucht.

Drei Personen konnten sich aus der brennenden Wohnung retten: Ein 14-jähriger Junge gelangte selbstständig ins Treppenhaus, wo ihn die Einsatzkräfte antrafen. Zwei weitere Personen befanden sich auf einer Loggia am Ende des verrauchten Flures und wurden mithilfe von Brandfluchthauben aus dem Gefahrenbereich gerettet. Der 14-Jährige wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus transportiert.

Die starke Rauchentwicklung führte zu einer erheblichen Verrauchung des gesamten Etagenflures. Mehrere Trupps unter Atemschutz löschten das Feuer mit einem Strahlrohr und durchsuchten den verrauchten Flur nach Personen. Nach der Brandbekämpfung erfolgten umfangreiche Belüftungsmaßnahmen. Die Einsatzkräfte kontrollierten die darüber- und darunterliegenden Etagen sowie angrenzende Wohnungen – dabei wurde kein weiterer Raucheintrag festgestellt. Die betroffene Wohnung ist derzeit unbewohnbar. Der Einsatz endete um 02:06 Uhr.

Beim ersten Einsatz waren rund 40 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau, Striesen, Löbtau und Altstadt, der B-Dienst, der U-Dienst sowie die Stadtteilfeuerwehr Kaitz im Einsatz. Bei dem Wohnungsbrand kamen rund 50 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau, Striesen, Löbtau und Altstadt, der Rettungswache Johannstadt, der B-Dienst, der U-Dienst sowie die Stadtteilfeuerwehr Kaitz zum Einsatz.

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