Dresdner Feuerwehr rettet Schäferhündin „Mara“ aus 20 Meter langem Rohr

© Feuerwehr Dresden Mara kurz nach ihrer Rettung.

Eine belgische Schäferhündin namens „Mara“ ist am Donnerstag nach einem sechsstündigen Rettungseinsatz wohlbehalten aus einem 20 Meter langen Rohr befreit worden. Das Tier war am Leubener Weg in Laubegast bei einem Waldspaziergang offenbar einem Dachs gefolgt und dabei in das unterirdische Rohr geraten, das in zwei bis drei Metern Tiefe unter einer asphaltierten Straße verläuft.

Der Hundehalter alarmierte die Feuerwehr, als sich die Hündin aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte. Die Einsatzkräfte versuchten zunächst, das Tier im Rohr zu lokalisieren und eine Rettungsmöglichkeit zu schaffen. Schnell wurde deutlich, dass eine Befreiung mit den Mitteln der Feuerwehr allein nicht möglich war, weshalb ein Fachberater des Technischen Hilfswerks hinzugezogen wurde.

Gemeinsam entwickelten die rund 20 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Polizei eine Rettungsstrategie. Zunächst wurde die Lage des Tieres mithilfe von Laserentfernungsmessern eingegrenzt. Anschließend wurde mit einem angeforderten Bagger Waldboden abgetragen, um sich dem in der Tiefe liegenden Rohr zu nähern. Die letzten Zentimeter wurden vorsichtig mit Muskelkraft und Schaufeln freigelegt.

Während der Rettungsarbeiten stellten die Helfer zudem fest, dass sich auch der Dachs noch im Rohr befand. Dieser zeigte allerdings wenig Interesse an den Rettungsmaßnahmen und wartete offenbar ab, bis sich die Einsatzkräfte wieder zurückgezogen hatten. Genau an der freigelegten Stelle befand sich die Hündin. Mit Unterstützung des Hundebesitzers gelang es den Einsatzkräften der Feuer- und Rettungswache Striesen sowie des THW-Ortsverbandes Dresden gegen 13:25 Uhr, „Mara“ unverletzt aus ihrer Notlage zu befreien.

Der Einsatz hatte um 8:14 Uhr begonnen und dauerte bis 14:30 Uhr. Die Feuerwehr Dresden bedankte sich bei den Kräften des Technischen Hilfswerks für die professionelle und unkomplizierte Unterstützung.

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