Falsche Bankmitarbeiter auf frischer Tat gestellt – Rentner um Tausende betrogen

(Symbolbild)

Streifenbeamte der Polizei Köln haben am 18. September zwei Betrüger festgenommen, die sich als Bankmitarbeiter ausgegeben und einen 79-jährigen Rentner um mehrere tausend Euro gebracht haben. Die Verdächtigen im Alter von 17 und 23 Jahren wurden an der Kalk-Mülheimer Straße im Stadtteil Kalk gestellt, nachdem sie versucht hatten zu flüchten. Die Polizisten stellten das gestohlene Geld sicher und gaben es dem Senior zurück.

Gegen 12.50 Uhr beobachteten die Beamten die beiden Verdächtigen, die von einem Bankgebäude an der Kalker Hauptstraße kommend über einen Parkplatz an der Vorster Straße gingen. Als die Verdächtigen den geparkten Streifenwagen erblickten, versuchten sie zu fliehen. Die Polizisten wurden sofort misstrauisch, verfolgten die beiden und holten sie nach kurzer Strecke ein. Bei der Durchsuchung fanden sie eine Debitkarte des 79-jährigen Kölners, mehrere tausend Euro in bar und mehrere Mobiltelefone bei den Verdächtigen.

Nach den Ermittlungen hatte ein angeblicher Bankmitarbeiter den Rentner angerufen und sich dabei in akzentfreiem Deutsch ausgegeben. Der Betrüger fragte mit geschickter Gesprächsführung die PIN-Nummer des Geschädigten ab und kündigte an, dass zur Überprüfung der EC-Karte gleich ein weiterer Bankangestellter zu ihm nach Hause kommen würde. Kurz darauf klingelte einer der später Festgenommenen an der Tür, ließ sich die Debitkarte geben und flüchtete damit. Bald danach bemerkte der 79-Jährige eine Abhebung im vierstelligen Bereich von seinem Konto.

Die beiden Festgenommenen wurden zur Polizeistation gebracht, wo Fingerabdrücke und Fotos gemacht wurden. Zusätzlich durchsuchten die Beamten die Wohnungen der Verdächtigen in Monheim am Rhein im Kreis Mettmann und in Köln-Meschenich. Die Ermittlungen gegen die beiden Beschuldigten laufen weiter.


Wie sich die Zahlen entwickelt haben

Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Nordrhein-Westfalen um 4,6 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 170.651 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 59,1 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

» Weitere Polizeimeldungen aus Nordrhein-Westfalen