In Klein Nordende, Heede und Bullenkuhlen haben drei Männer am Mittwoch, 30. September 2026, mit einer perfiden Betrugsmasche ihr Unwesen getrieben. Sie gaben sich als Handwerker aus, boten Sanierungsarbeiten an und versuchten, an Wertgegenstände und Bargeld zu gelangen. In mindestens einem Fall drangen sie in ein Wohnhaus ein.
Der erste Vorfall spielte sich gegen 13:00 Uhr in der Straße Am Redder in Klein Nordende ab. Ein Mann klingelte bei einem Ehepaar und behauptete, dass Dachrinnenarbeiten anstünden. Gleichzeitig positionierte sich ein zweiter Mann bereits mit einer Leiter am Haus. Erst als die Hauseigentümer energisch forderten, das Grundstück zu verlassen, und mit einem Polizeiruf drohten, zogen die Täter ab.
Wenig später, zwischen 14:45 Uhr und 15:15 Uhr, spielte sich ein noch dreisterer Fall im Seether Weg in Bullenkuhlen ab. Die vermeintlichen Arbeiter boten einem Senior Dacharbeiten am Carport an und begannen ohne Erlaubnis mit angeblichen Reparaturen. Einer der Männer folgte dem älteren Herrn unter einem Vorwand ins Haus und durchsuchte die Räume nach Wertsachen. Nur nach mehrfacher Aufforderung, das Grundstück zu räumen, und der Ankündigung einer höheren Zahlung verließen die drei Arbeiter den Ort.
Nur wenige Minuten danach tauchten vermutlich dieselben Täter in der Straße Sielberg in Heede auf. Sie wollten erneut Dachrinnenarbeiten durchführen und forderten einen vierstelligen Betrag, damit die Arbeiten am nächsten Tag beginnen würden. Die Eigentümer lehnten ab und ordneten den Abzug an. Als der Hausherr das Fahrzeug fotografierte, verschwanden die Männer schließlich.
Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um drei Täter: Einer konnte nicht näher beschrieben werden. Ein zweiter soll zwischen 25 und 30 Jahren alt und schmächtig gewesen sein. Der dritte, der auch die Verhandlungen führte, war zwischen 40 und 45 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß und dicklich. Alle sprachen fließend Deutsch. In beiden dokumentierten Fällen nutzten sie einen grünen Transporter mit ungarischem Kennzeichen.
Die Polizei warnt vor dieser Masche und bittet Zeugen und weitere Geschädigte, sich mit dem Sachgebiet 2 der Kriminalpolizeistelle in Elmshorn in Verbindung zu setzen. Die Ermittler sind unter 04121-8030 oder per E-Mail an sg2.elmshorn.kpst@polizei.landsh.de erreichbar.
So schützen Sie sich vor falschen Handwerkern
Die Polizei empfiehlt: Gehen Sie auf keinen Fall auf Haustürgeschäfte ein. Üblicherweise werden Arbeiten vorher angekündigt. Lassen Sie sich bei Bedenken eine Visitenkarte geben oder notieren Sie sich Namen und Firma der Handwerker – vereinbaren Sie einen Termin. Handwerkerleistungen werden in der Regel per Rechnung beglichen; zahlen Sie also niemals vor Ort Geld an unbekannte Personen. Geben Sie keine Auskünfte über Ihre Sach- und Vermögenswerte. Lassen Sie niemanden in Ihr Haus oder Ihre Wohnung. Kontaktieren Sie im Zweifel immer die Polizei und teilen Sie dies auch den vermeintlichen Handwerkern mit.
Wie die Nachbarkreise dastehen
Im Landkreis Pinneberg kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 855 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen in Hamburg aus: 1.361 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 600.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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