Der Fußball-Weltverband Fifa bereitet einem Medienbericht zufolge einen historischen Schritt vor: Erstmals in seiner Geschichte sollen externe Investoren an den kommerziellen Vermögenswerten des Verbands beteiligt werden. Dafür plant die Fifa die Gründung einer neuen Gesellschaft namens „Fifa Forward Enterprise“, in der Medien-, Übertragungs- und Sponsoringrechte gebündelt vermarktet werden sollen.
Nach Informationen verschiedener US-Medien vom Dienstag sollen private Akteure in diese Vermarktungsgesellschaft investieren können – vorerst allerdings nur mit Minderheitsbeteiligungen. Das Ziel ist ambitioniert: Bei einer Gesamtbewertung der Gesellschaft von 20 Milliarden US-Dollar strebt die Fifa an, rund vier Milliarden Dollar von Investoren einzusammeln. Zu den möglichen Geldgebern zählt demnach eine US-Investmentgesellschaft.
Interessanterweise sollen die Investoren nach den derzeit diskutierten Plänen keine regelmäßigen Dividenden oder Ausschüttungen erhalten. Stattdessen würde sich ihre Rendite ausschließlich aus einer möglichen Wertsteigerung der Gesellschaft ergeben. Gewinne könnten demnach erst durch einen späteren Verkauf ihrer Beteiligung realisiert werden.
Die Fifa plant, die Erlöse aus dem Deal überwiegend über ihr Förderprogramm „Fifa Forward“ an ihre Mitgliedsverbände weiterzuleiten. Dieses Programm finanziert weltweit Projekte zur Entwicklung des Fußballs. Hintergrund für den geplanten Schritt ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Sportrechten auf dem globalen Markt.
Als mit Abstand wichtigste Einnahmequelle des Verbands gilt die Weltmeisterschaft, die dem Verband regelmäßig hohe Erlöse beschert. Eine offizielle Stellungnahme der Fifa zu den Plänen liegt bislang nicht vor.
Autor: dts Nachrichtenagentur