Eine 85-jährige Frau aus Flensburg ist Opfer eines Schockanrufs geworden und hat einem Täter eine fünfstellige Bargeldsumme übergeben. Die Polizei warnt vor der perfiden Betrugsmasche, die sich gezielt an die Muttersprache der Geschädigten anpasst.
Nach Angaben der Ermittler wurde die Frau etwa gegen 12:30 Uhr angerufen. Ein angeblicher Polizist teilte ihr auf Russisch mit, dass ihre Tochter ein Mädchen überfahren habe und beide im Krankenhaus seien. Um zu verhindern, dass die Angehörige ins Gefängnis müsse, solle sie Geld bezahlen. Dann wurde das Telefon an eine weinende Frau weitergegeben, die sich als Tochter der Geschädigten ausgab.
Unter dem Eindruck dieses Gesprächs übergab die 85-Jährige das Bargeld an einen unbekannten Mann. Sie beschrieb ihn als auffallend groß, mit schwarzen kurzen Haaren, dunklen Augen, weißem Shirt und dunkler Hose.
Die Polizei sucht Zeugen, die zwischen 12:30 Uhr und 15:30 Uhr im Bereich der Straße An der Reitbahn Beobachtungen gemacht haben, die zu dem Sachverhalt passen. Besonders wichtig für die Ermittlungen ist, wie der Täter zu dieser Örtlichkeit gekommen ist. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 0461-4840 oder per E-Mail an K8.Flensburg.BKI@polizei.landsh.de an die Kriminalpolizei Flensburg wenden.
So schützen Sie sich vor Schockanrufen
Seien Sie misstrauisch, wenn unbekannte Anrufer Sie mit beunruhigenden Sachverhalten konfrontieren — etwa dem angeblichen Unfall eines Angehörigen — und Geld von Ihnen fordern. Hinterfragen Sie solche Angaben kritisch und nehmen Sie umgehend selbst Kontakt zu Ihren Angehörigen auf. Im Zweifel informieren Sie immer die Polizei. Sprechen Sie auch mit Familienangehörigen, Nachbarn und Freunden über diese Betrugsmasche, damit sie nicht auf ähnliche Anrufe hereinfallen.
Betrugsfälle in Flensburg: der Vergleich mit Land und Bund
In Flensburg zählte die Polizei 2025 614 Betrugsfälle, das sind 637 auf 100.000 Einwohner. Damit steht unsere Stadt fast genauso wie im Landesschnitt, wo 600 Fälle je 100.000 Einwohner erfasst wurden. Bundesweit sind es 770.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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