In Friedrichshafen hat die Polizei am vergangenen Wochenende eine großangelegte Kontrollaktion gegen fahruntüchtige Verkehrsteilnehmer durchgeführt. Beamte des Polizeireviers Friedrichshafen und des Verkehrsdienstes zogen insgesamt 21 Fahrerinnen und Fahrer aus dem Verkehr, gegen die wegen verschiedener Verkehrsdelikte unter Alkohol- und Drogeneinfluss ermittelt wird.
Den Schwerpunkt bildeten elf Personen, die mit erheblichen Promillewerten unterwegs waren. Ihre Alkoholkonzentrationen lagen zwischen etwa 1,1 und 2,4 Promille. Die Beamten waren auf die Fahrerinnen und Fahrer durch extrem unsichere Fahrweisen und deutliche Schlangenlinien aufmerksam geworden. Ein 67-jähriger Pedelec-Lenker fiel auf, weil er ein parkendes Fahrzeug beinahe touchierte. Ein 33-jähriger Radfahrer auf dem parallel verlaufenden Radweg in Richtung Immenstaad hatte aufgrund seiner Alkoholisierung erhebliche Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten. Bei einer Kontrolle im östlichen Uferbereich verhielten sich zwei Männer verbal derart aggressiv, dass zusätzliche Polizeikräfte angefordert werden mussten, um die Situation zu beruhigen. Allen elf Fahrerinnen und Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt; sie mussten zur Blutentnahme in ein Krankenhaus gebracht werden. In drei Fällen beschlagnahmten die Beamten die Führerscheine direkt vor Ort.
Sechs weitere Fahrzeuglenker waren mit Promillewerten zwischen 0,5 und 1,09 Promille unterwegs. Gegen sie wird wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss ermittelt; ihnen drohen ein empfindliches Bußgeld sowie ein Fahrverbot.
Vier E-Scooter-Fahrer fallen in die Kategorie der Fahrerinnen und Fahrer unter Drogeneinfluss. Polizeiliche Vortests schlugen bei ihnen positiv auf THC, Kokain oder Amphetamine an. Besonders bemerkenswert ist der Fall eines 43-jährigen Mannes: Nachdem er positiv auf THC und Kokain getestet und im Klinikum einer Blutentnahme unterzogen worden war, trafen Beamte ihn rund eine Stunde später erneut fahrend auf einem E-Scooter an. Gegen den Mann wird nun in zwei separaten Fällen ermittelt. Hinzu kommen zwei weitere Fahrzeuglenker im Alter von 26 und 43 Jahren, gegen die wegen Mischkonsums von Alkohol und Cannabis ermittelt wird. Auch in diesen Fällen wurde jeweils eine Blutentnahme veranlasst und Anzeige erstattet.
Zusätzlich ereignete sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Verkehrsunfall in der Friedrichstraße. An der Kreuzung Friedrichstraße/Bahnhofplatz übersah gegen 1.45 Uhr ein 64-jähriger VW-Touran-Fahrer beim Rechtsabbiegen einen vorfahrtsberechtigten 24-jährigen BMW-Fahrer, der stadtauswärts unterwegs war. Der BMW wurde auf der gesamten rechten Fahrzeugseite beschädigt, während am VW Touran nur geringer Sachschaden entstand. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 8.500 Euro. Verletzt wurde zum Glück niemand.
Am Freitagnachmittag fiel einer 62-jährigen Friedrichshafenerin ein Betrüger zum Opfer. Kriminelle schickten ihr eine Phishing-Mail, in der sie sich als Zahlungsdienstleister ausgaben. Sie behaupteten, das Benutzerkonto der Frau sei gesperrt worden, und forderten sie auf, dieses über einen beigefügten Link freizuschalten. Die Geschädigte folgte den Anweisungen auf der gefälschten Internetseite und gab dort einen per SMS erhaltenen Bestätigungscode ein. Dadurch konnten die Betrüger mehrere hundert Euro von ihrem Konto abbuchen. Erst später bemerkte die 62-Jährige den Betrug und verständigte die Polizei. Die Beamten des Polizeireviers Friedrichshafen haben die Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen. Die Polizei warnt erneut davor, sensible Daten oder Bestätigungscodes auf verlinkten Internetseiten einzugeben. Weitere Informationen zu Betrugsmaschen finden sich auf www.polizei-beratung.de.
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