Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben sich in einem virtuellen Treffen auf Maßnahmen zur Stabilisierung der Energiemärkte geeinigt. Bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl sollen aus ihren Lagerbeständen freigegeben werden, wie eine am Freitag veröffentlichte gemeinsame Erklärung zeigt.
Grund für die Aktion sind die steigenden Ölpreise, die nach Einschätzung der G7 die wirtschaftliche Stabilität und das Wohl der Bürger bedrohen. Die Internationale Energieagentur (IEA) wird die Umsetzung der Vereinbarungen überwachen. Eine erhebliche Diesel-Freigabe soll bereits in den ersten 20 Tagen erfolgen.
Neben der Freigabe von Reserven haben die G7-Staaten weitere koordinierte Maßnahmen beschlossen. Ein zentraler Punkt ist die Abstimmung der Wartungspläne bei Raffinerien in den G7-Ländern, um zu vermeiden, dass mehrere Anlagen gleichzeitig ihre Kapazitäten reduzieren. Wo möglich, sollen die Nutzungskapazitäten vorübergehend erhöht werden.
Die G7 wollen auch andere Länder mit bedeutenden Raffineriekapazitäten dazu bewegen, die globale Produktion von raffinierten Produkten zu steigern, besonders bei Diesel. Untereinander verzichten die G7-Mitgliedsländer auf Exportbeschränkungen für Energie und Energieprodukte.
Die Staatengruppe verurteilte zudem die anhaltenden Angriffe des Iran auf seine Nachbarn und die Störung des internationalen Handels sowie der Energiesicherheit. Die Vereinigten Staaten wurden offiziell für ihre Bemühungen gelobt, den freien Warenverkehr durch die Straße von Hormus zu ermöglichen.
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Autor: dts Nachrichtenagentur