Hamburg – Aggressives Betteln am Hamburger Hauptbahnhof wurde einer 56-jährigen Deutschen am Mittwoch, dem 30. April 2026 gegen 15:10 Uhr zum Verhängnis: Eine Streife der Bundespolizei sprach die Frau auf ihr lautstarkes Verhalten am Eingangsbereich an – und stellte dabei fest, dass sie per Haftbefehl gesucht wurde.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg fahndete seit April 2026 nach der Frau, die wegen Diebstahls verurteilt worden war. Eine Geldstrafe von 470 Euro hatte sie nicht gezahlt und war seither untergetaucht. Nun muss sie eine Ersatzfreiheitsstrafe von 47 Tagen verbüßen.
Bei einer Durchsuchung im Bundespolizeirevier Hamburg Hauptbahnhof fanden die Beamten ein Messer sowie 200 verschreibungspflichtige Tabletten und stellten beides sicher. Das Messer hatte die 56-Jährige griffbereit in einer Hosentasche. Die Bundespolizei fertigte eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz sowie eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Nachdem ein hinzugezogener Amtsarzt die Haftfähigkeit der Frau festgestellt hatte, wurde sie in die Untersuchungshaftanstalt eingeliefert.