Bei bundesweiten Protestkundgebungen der Initiative „GenZ regelt“ ist es am frühen Abend in mehreren Städten zu Krawallen gekommen. Vermummte mischten sich am Samstag in Berlin unter die Demonstranten, zogen durch die Straßen und zündeten Böller und Raketen. Nach Angaben der Einsatzkräfte sollen auch Eier und Flaschen auf Polizisten geflogen sein. Die Organisatoren von „GenZ regelt“ distanzierten sich deutlich von diesen Ausschreitungen.
In Frankfurt, Köln und Hamburg setzte die Polizei Wasserwerfer gegen Demonstranten ein. In Hannover wurden mehrere Personen durch Böller verletzt. Zusätzlich kam es zu Steinwürfen und brennenden Barrikaden. Die Polizeikräfte waren in allen betroffenen Städten im Großeinsatz, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Die Initiative „GenZ regelt“ hatte neben Berlin auch in über 30 anderen Städten zu Protestkundgebungen aufgerufen. Die Demonstranten fordern unter anderem Maßnahmen gegen marode Schulen, eine Bekämpfung steigender Lebenshaltungskosten, eine gerechtere Lastenverteilung sowie stärkeres Handeln gegen den Klimawandel. Im Demo-Aufruf enthalten sind außerdem eine Ablehnung der Wehrpflicht und einer Ablehnung eines „Überwachungsapparates“, der nach Ansicht der Organisatoren immer weiter ausgebaut werde.
Ähnliche Protestbewegungen mit vergleichbaren Forderungen sind auch in Frankreich, Italien und anderen Ländern entstanden. Diese mündeten in den letzten Wochen teilweise in heftigen Ausschreitungen ein. Die offiziellen Veranstalter der deutschen Proteste betonten, dass der Protest friedlich bleiben solle.
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Autor: dts Nachrichtenagentur