Gitarrendieb gibt Beute im Hamburger Bahnhof Harburg zurück – Bundespolizei verhindert Straftat

Stehlgut

Ein 47-jähriger Deutscher hat am Dienstag eine gestohlene Gitarre freiwillig bei der Bundespolizei am Bahnhof Harburg zurückgegeben – nachdem er zuvor seine Tat abgestritten hatte. Das Instrument im Wert von 350 Euro war am Morgen vom Bahnsteig entwendet worden.

Nach allem, was die Ermittler bisher wissen, hatte der Besitzer am 14. Mai gegen 7.30 Uhr beim Einsteigen in einen Zug seine Gitarre mit Tasche für einen kurzen Moment auf einer Sitzbank am Gleis 5 vergessen. Als er zurückkam, sah er noch, wie ein Mann mit seiner Gitarre auf einem Fahrrad aus dem Bahnhof fuhr.

Der Geschädigte meldete den Diebstahl gegen 7.47 Uhr bei der Bundespolizei. Eine Videosichtung bestätigte den Tatablauf. Anhand der Aufnahmen erkannten Bundespolizisten den 47-Jährigen gegen 12.50 Uhr im Bahnhof wieder und nahmen ihn fest. Bei der Festnahme hatte er die Gitarre nicht dabei und stritt die Tat ab. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen.

Dann kam die überraschende Wendung: Gegen 15.30 Uhr erschien der Mann erneut bei der Bundespolizei und gab das Stehlgut vollständig zurück. Die Gitarre mit Tasche konnte daraufhin dem überglücklichen Besitzer ausgehändigt werden.

Gegen den Beschuldigten wurde ein Strafverfahren wegen Diebstahls eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen führt der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg.

Aus aktuellem Anlass warnt die Bundespolizei: „Seien Sie wachsam und lassen Sie Ihre Gepäckstücke niemals unbeaufsichtigt. Das ist, wie in diesem Fall, quasi eine Einladung an Kriminelle, um schnell und einfach an Beute zu gelangen. Bringen Sie jeden Diebstahl zur Anzeige!“

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