Mann sammelt Pfandflaschen in S-Bahn-Gleisen – Lebensgefährlicher Einsatz am Jungfernstieg

(Symbolbild)

Am Mittwochabend hat sich ein 29-jähriger Mann mehrfach in den Gleisen des S-Bahnhofs Jungfernstieg aufgehalten, um nach Pfandflaschen zu suchen. Eine 44-jährige Bahnreisende bemerkte die lebensgefährliche Situation und alarmierte gegen 22:49 Uhr die Polizei.

Die Bundespolizei ordnete sofort kurzzeitige Stromabschaltungen und Streckensperrungen für die betroffenen Gleise an, bis sichergestellt war, dass sich keine Person mehr im Gleisbereich befand. Zu diesem Zeitpunkt herrschte Regelbetrieb im S-Bahnhof, sodass jederzeit ein Zug hätte fahren können.

Eine Videosichtung bestätigte den mehrfachen Gleisaufenthalt des polnischen Staatsangehörigen. Polizisten trafen den 29-Jährigen auf dem Bahnsteig an und führten ein Präventionsgespräch über die Gefahren im Gleisbereich. Der Mann gab an, nach Pfandflaschen gesucht zu haben.

Nach polizeilichen Maßnahmen wurde der 29-Jährige wieder entlassen. Gegen ihn läuft ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen unerlaubten Gleisaufenthalts. Die Hamburger Bundespolizei warnte eindringlich vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen: „Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! TriebAutofahrer können nicht ausweichen, die Bremswege sind oft zu lang.“ Besonders gefährlich sei der direkte Aufenthalt an den Stromschienen im S-Bahnbereich, die 1.200 Volt Gleichstrom führen – eine Berührung ist lebensgefährlich.

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