Goldketten-Betrüger in Hamm unterwegs: Polizei warnt vor perfider Masche

(Symbolbild)

In Hamm haben Trickdiebe am Freitag, 18. September, mehrere ältere Menschen um wertvollen Schmuck gebracht. Die Polizei warnt eindringlich vor der Masche und bittet um Hinweise.

Die Betrüger nutzen eine perfide Strategie: Sie sprechen ältere Menschen aus einem Fahrzeug heraus an, stellen Fragen etwa nach dem Weg zu einem Krankenhaus und versuchen dann, sich vermeintlich erkenntlich zu zeigen – mit Geld, einer Umarmung oder dem Versuch, jemandem eine Kette umzuhängen. Dabei entwenden sie unbemerkt hochwertigen Schmuck und ersetzen ihn teilweise durch wertlosen Modeschmuck. Die Geschädigten bemerken den Diebstahl oft erst später zu Hause.

Auf der Münsterstraße in Höhe des Kauflands sprach eine weibliche Tatverdächtige am Freitag eine 50-Jährige aus einem Fahrzeug an. Sie fragte nach dem Weg zu einem Krankenhaus. Nachdem die Hammerin Auskunft gab, bot die Frau ihr 20 Euro an. Als die 50-Jährige das Geld ablehnte, stieg der Fahrer aus und versuchte, ihr eine Kette umzuhängen. Gleichzeitig versuchte die Tatverdächtige, einen Goldarmreif zu entwenden – das gelang ihr jedoch nicht.

Ein weiterer Fall ereignete sich gegen 17 Uhr auf der Schwabenstraße in Herringen. Die Tatverdächtigen sprachen dort eine 83-Jährige an und verwickelten sie in ein Gespräch. Diesmal waren sie erfolgreich: Die Seniorin bemerkte erst zu Hause, dass ihre rund 3.000 Euro teure Goldkette fehlte. In ihrer Tasche fand sie stattdessen eine andere Kette.

Bereits gegen 15 Uhr versuchten zwei Männer in einem Altenheim an der Straße Sundern in Heessen, einer 86-jährigen Bewohnerin die Goldkette vom Hals zu entwenden. Die Seniorin wehrte sich, woraufhin die beiden Tatverdächtigen flohen.

Nach Zeugenaussagen waren die Täter mit einem schwarzen Audi oder BMW mit Essener Kennzeichen unterwegs. Sie hatten ein südosteuropäisches Erscheinungsbild.

Der männliche Tatverdächtige aus dem Vorfall auf der Münsterstraße wird als etwa 40 Jahre alt und rund 1,80 Meter groß beschrieben. Er hat eine kräftige Statur und trug einen schwarzen Pullover. Bei den beiden weiblichen Tatverdächtigen soll es sich um Frauen im Alter von etwa 30 bis 35 sowie 50 bis 60 Jahren handeln. Beide sind etwa 1,60 Meter groß, haben eine korpulente Statur und trugen Kopftücher sowie bunte Röcke.

Die beiden Männer vom Altenheim werden auf ein Alter zwischen 30 und 45 Jahren geschätzt, sind etwa 1,65 bis 1,75 Meter groß, haben kräftige Statur und dunkle Haare. Zur Tatzeit trugen sie auffällige, schicke weiße Kleidung.

Die Polizei Hamm rät älteren Menschen dringend: Wer aus einem Fahrzeug heraus nach dem Weg gefragt wird, sollte ausreichend Abstand zum Fahrzeug und den Insassen halten. Lassen Sie sich nicht auf körperliche Nähe ein – auch dann nicht, wenn sich jemand vermeintlich für Ihre Hilfe bedanken möchte.

Zeugen, die Hinweise zu den Tatverdächtigen oder den Fahrzeugen geben können, werden gebeten, die Polizei Hamm unter 02381 916-0 oder per E-Mail an hinweise.hamm@polizei.nrw.de zu kontaktieren.


Wie viele dieser Fälle aufgeklärt werden

Von 2.193 Betrugsfällen in Hamm konnte die Polizei 2025 1.241 aufklären, das sind 56,6 Prozent. Damit steht unsere Stadt fast genauso wie das Land, wo 59,1 Prozent der Fälle aufgeklärt wurden. Bundesweit waren es 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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