Großer Drogenhandel aufgedeckt: Fünf Tatverdächtige festgenommen

Bild Betäubungsmittel_pressefrei Quelle: Polizeipräsidium Rheinpfalz

Die Staatsanwaltschaft Landau und die Kriminalpolizei haben seit Juli 2025 einen großen Drogenhandelsring im Landkreis Germersheim zerschlagen. Bei Ermittlungen wurden fünf Tatverdächtige identifiziert, die mit Kokain, Amphetamin und Cannabisprodukten handelten.

Hauptverdächtiger ist ein 23-Jähriger, gegen den zusammen mit einem gleichaltrigen Tatverdächtigen bereits Anklage bei dem Landgericht Landau erhoben wurde. Ein 24-Jähriger und ein 32-Jähriger wurden ebenfalls festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Ein fünfter 24-Jähriger Tatverdächtiger setzte sich ins Ausland ab und wird mit Europäischem Haftbefehl gesucht.

Die Polizei vollstreckte insgesamt 18 Durchsuchungsbeschlüsse. Dabei beschlagnahmte sie rund 46.000 Euro Bargeld, rund 7 Kilogramm Marihuana, rund 23 Kilogramm Haschisch, rund 3 Kilogramm Amphetamin und rund 260 Gramm Kokain. Hinzu kamen zwei hochwertige Mercedes-AMG-Fahrzeuge, mehrere Datenträger, gefälschte Dokumente, eine Pfefferpistole und Schlagwerkzeuge.

Dem 23-jährigen Haupttäter wird vorgeworfen, Amphetamin im zweistelligen Kilobereich selbst hergestellt und weiterverkauft zu haben. Zudem soll er mit insgesamt mehr als 3 Kilogramm Kokain Handel getrieben haben. Bei seiner Festnahme wurden mehr als 20 Kilogramm Haschisch, knapp 6 Kilogramm Marihuana, ein Teleskopschlagstock und ein Einhandmesser sichergestellt.

Den beiden 23-Jährigen wird unter anderem vorgeworfen, einen schwunghaften Handel mit Cannabisprodukten betrieben zu haben. Sie ließen sich Paletten mit mindestens 50 Kilogramm Cannabisprodukten, getarnt als Lieferungen von Stahlteilen aus den USA, schicken und verkauften das Cannabis dann insbesondere über soziale Netzwerke weiter.

Der Haftrichter setzte die Untersuchungshaftbefehle in Vollzug. Die vier festgenommenen Tatverdächtigen wurden in unterschiedliche Gefängnisse gebracht. Gegen einen der 23-Jährigen wurde die Anklage bereits zur Hauptverhandlung zugelassen.

Nach Einschätzung der Ermittler sollen die Tatverdächtigen durch ihre Taten mindestens einen hohen sechsstelligen Betrag erlangt haben. Sollten sie verurteilt werden, werden die Umsätze aus den nachgewiesenen Betäubungsmittelgeschäften vom Staat eingezogen. In dem Ermittlungskomplex wurden bislang 28 weitere Verfahren gegen Gehilfen und Abnehmer eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.


Wie sich die Zahlen entwickelt haben

Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Rauschgiftdelikte in Rheinland-Pfalz um 26,5 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 9.811 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 88,6 Prozent, bundesweit 89,0 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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