Großhandelspreise steigen so schnell wie seit Februar 2023 nicht mehr

via dts Nachrichtenagentur

Die Verkaufspreise im Großhandel sind im September um 8,7 Prozent höher gewesen als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Dieser Anstieg ist der stärkste seit Februar 2023, damals lag die Teuerungsrate bei 9,5 Prozent.

Der rasante Preisanstieg beschleunigt sich kontinuierlich: Im August hatte die Quote noch bei 6,8 Prozent gelegen, im Juli nur bei 5,3 Prozent. Allein vom August zum September zogen die Preise um 1,9 Prozent an.

Hauptverantwortlich für die Entwicklung sind nach Einschätzung der Statistiker die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten. Diese führten besonders zu deutlichen Preissteigerungen bei Energieprodukten und Vorleistungsgütern wie Metallen.

Besonders drastisch ist die Teuerung bei Mineralölerzeugnissen: Im Jahresvergleich stiegen die Preise um 48,8 Prozent, gegenüber August sogar um 10,5 Prozent. Im Großhandel mit Nicht-Eisen-Erzen, -Metallen und -Metallhalbzeugen verteuerten sich die Produkte um 24,9 Prozent gegenüber September des Vorjahres und um 2,1 Prozent gegenüber August.

Auch bei Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel zeigte sich eine deutliche Preissteigerung: Der Jahresvergleich weist ein Plus von 19,3 Prozent auf, gegenüber dem Vormonat immerhin noch 6,5 Prozent. Chemische Erzeugnisse verteuerten sich um 16,4 Prozent im Jahresvergleich und 1,7 Prozent gegenüber August. Datenverarbeitungs- und periphere Geräte legten um 12,1 Prozent zum Vorjahresmonat zu und um 0,8 Prozent gegenüber August.

Preisrückgänge gab es allerdings auch: Im Großhandel mit lebenden Tieren sanken die Preise um 15,1 Prozent gegenüber September des Vorjahres, gegenüber August stiegen sie aber um 5,0 Prozent. Bei Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten wurden 9,7 Prozent niedrigere Preise als im Vorjahresmonat bezahlt, gegenüber August stieg es um 0,6 Prozent. Fleisch und Fleischwaren verbilligten sich um 6,0 Prozent im Jahresvergleich, zum August hin jedoch um 1,4 Prozent.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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