Großrazzia gegen rechtsextremistische Musikgruppe – Polizei durchsucht bundesweit

(Symbolbild)

Die Staatsanwaltschaft Rostock und das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern haben am 30. September 2026 morgens eine bundesweite Razzia gegen Mitglieder einer mutmaßlich rechtsextremistischen kriminellen Vereinigung durchgeführt. Über 394 Polizeikräfte waren im Einsatz.

Die Ermittler durchsuchten die Wohnungen und Räumlichkeiten von vier Beschuldigten im Alter von 55, 52, 48 und 43 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Bayern. In Mecklenburg-Vorpommern kamen die Orte Anklam, Bargischow, Klein Bünzow und Reddelich in Frage, in Schleswig-Holstein Barsbüttel, in Bayern Bad Grönenbach und Wolfertschwenden. Das Spezialeinsatzkommando (SEK) des LKA kam bei einigen dieser Durchsuchungen zum Einsatz.

Den vier Männern wird vorgeworfen, sich spätestens 2020 zu einer kriminellen Vereinigung zusammengeschlossen zu haben. Einer gilt als Rädelsführer. Sie sollen eine nationalsozialistische, antisemitische, rassistische und menschenverachtende Ideologie verbreitet haben – durch die arbeitsteilige Herstellung und den Verkauf von Tonträgern mit volksverhetzenden Musikinhalten. Die Ermittler werfen ihnen Verstöße gegen Paragraph 129 des Strafgesetzbuches vor (kriminelle Vereinigung).

Zusätzlich durchsuchte die Polizei die Wohnungen von acht weiteren Beschuldigten wegen des Verdachts von Volksverhetzungsdelikten im Zusammenhang mit den Tonträgerproduktionen. Diese Durchsuchungen fanden in Baden-Württemberg (Berkheim, Stuttgart), Brandenburg (Velten), Niedersachsen (Hannover), Nordrhein-Westfalen (Meschede), Sachsen (Reinsdorf) und Thüringen (Apolda) statt.

Die Polizei durchsuchte zudem die Wohnungen von insgesamt zehn nicht-tatverdächtigen Personen aus dem näheren Umfeld der Beschuldigten. Diese leben in Mecklenburg-Vorpommern (Heinrichswalde, Heringsdorf, Klein Bünzow, Reddelich, Viereck), Brandenburg (Blankenfelde-Mahlow), Berlin, Niedersachsen (Tostedt) und Schleswig-Holstein (Immenstedt).

International koordinierte Polizeieinsätze fanden auch im europäischen Ausland statt – in Estland (Soinaste), Italien (Settala, Venetien), Polen (Warschau) und der Tschechischen Republik (Celákovice). Die Ermittler arbeiteten dabei mit den dortigen Strafverfolgungsbehörden über die EU-Justizbehörde Eurojust zusammen.

Festnahmen waren nicht geplant. Die Durchsuchungen dienten dazu, die bestehenden Verdachtsmomente aufzuklären. Die Ermittlungen laufen noch.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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