Ein 29-jähriger Mann aus Heidelberg sitzt in Untersuchungshaft. Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg und die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg werfen ihm vor, zwischen 2023 und 2026 einen Jungen im Alter zwischen 8 und 10 Jahren sexuell missbraucht zu haben.
Nach Ermittlungen der Behörden ist der Mann im Internet, besonders in Online-Spielen, gezielt in Kontakt mit Jungen getreten, um sexuelle Übergriffe anzubahnen. Er soll den Kindern als Gegenleistung für das Übersenden von Posing- oder Nacktbildern Gutschein-Codes für Onlinespiele angeboten haben. Die Kommunikation verlagerte er dann auf Messenger-Dienste.
Im Januar 2026 durchsuchten die Ermittler die Wohnung des Verdächtigen. Bei der Auswertung beschlagnahmter Datenträger ergab sich nach Angaben der Polizei ein dringender Tatverdacht: Der Mann soll sich mit mindestens einem Kind mindestens einmal getroffen und dieses sexuell missbraucht haben.
Der Mann wurde am 7. Oktober 2026 aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Karlsruhe festgenommen. Die weitere Auswertung der beschlagnahmten Beweise läuft noch.
So schützen Erwachsene Kinder im Netz
Eltern und Betreuer sollten gemeinsam mit Kindern geeignete Internetangebote auswählen und klare Regeln für die Nutzung vereinbaren. Kinder sollten bei der Anmeldung ihr korrektes Alter angeben, damit Sicherheitsfunktionen greifen. Nutzername und Profil sollten aber keine Rückschlüsse auf das Alter zulassen.
Regelmäßige Gespräche über Online-Erfahrungen sind wichtig. Kinder müssen wissen, dass sie sich vertrauensvoll an Erwachsene wenden können – auch anonym. Hilfsangebote wie das Hilfeportal sexueller Missbrauch, die Nummer gegen Kummer oder fragZEBRA stehen zur Verfügung.
Hinweise auf jugendgefährdende oder strafbare Inhalte im Internet können an Plattformbetreiber, die Polizei oder Meldestellen wie jugendschutz.net oder die Internet-Beschwerdestelle gemeldet werden. Auch die Onlinewache der Polizei nimmt solche Meldungen entgegen. Weitere Informationen zum Thema Cybergrooming finden Sie auf www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/cybergrooming
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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