In der Region Heilbronn hat die Polizei in den vergangenen Tagen mehrere Straftaten registriert. Im Mittelpunkt standen ein Kabeldiebstahl auf einer Baustelle, wiederholte Verkehrsverstöße und ein Schockanruf-Betrug, bei dem Bargeld erbeutet wurde.
Kabel von Baustelle entwendet
Unbekannte brachen in der Nacht von Sonntag auf Montag in Heilbronn-Böckingen auf einem Baustellengelände in der Kanalstraße ein. Zwischen 22:40 Uhr und 6:15 Uhr schnitten sie den Bauzaun auf und durchtrennten mehrere Elektrokabel. Ein Teil der Kabel war bereits zum Abtransport bereitgelegt. Vermutlich wurden die Täter bei ihrer Arbeit gestört und ließen zahlreiche Kabel sowie zwei Bolzenschneider zurück. Die Polizei sucht Zeugen, denen etwas Verdächtiges aufgefallen ist. Hinweise werden unter der Telefonnummer 07131 204060 beim Polizeirevier Heilbronn-Böckingen entgegengenommen.
Rücksichtslos und ohne Führerschein unterwegs
Am Montagabend suchte ein 31-Jähriger mit seinem BMW auf der Landesstraße 1111 zwischen Untergruppenbach und Heilbronn das Abenteuer auf der Straße. Gegen 20:10 Uhr fuhr er Richtung Heilbronn und kam im Bereich Donnbronn mehrfach von der Fahrbahn ab. Dabei beschädigte er einen Leitpfosten und eine Richtungstafel. Im weiteren Verlauf fuhr der Mann in Schlangenlinien und geriet mehrfach auf die Gegenfahrbahn, wodurch er andere Verkehrsteilnehmer gefährdete. Eine Streife stoppte ihn schließlich in Heilbronn. Bei der Kontrolle stellte sich heraus: Der Mann stand unter Alkohol- und Drogeneinfluss und hatte keine gültige Fahrerlaubnis. Die Polizei ließ ihm Blut entnehmen. Geschädigte, die durch seine Fahrweise gefährdet wurden, können sich unter 07131 74790 beim Polizeirevier Heilbronn melden.
Motorradfahrer bei Unfall leicht verletzt
Am Montagabend kam es auf der Güldensteinstraße in Heilbronn zu einem Verkehrsunfall. Ein 60-Jähriger wollte gegen 16 Uhr mit seinem BMW in die Max-Planck-Straße einfahren und übersah dabei den von links kommenden 23-jährigen Motorradfahrer. Der Motorradfahrer wurde angefahren, stürzte und erlitt leichte Verletzungen. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt.
Wiederholtes Rennen mit entzogener Lizenz
Am Montagabend fiel in Offenau ein 21-Jähriger einer Streifenwagenbesatzung durch seine rücksichtslose Fahrweise auf. Gegen 22:25 Uhr überholte er mit seinem VW Passat auf der Hauptstraße innerhalb der Ortschaft zunächst einen Sattelzug und anschließend einen weiteren Pkw. Im weiteren Verlauf beschleunigte er stark und war trotz einer Geschwindigkeit des Streifenwagens von rund 100 km/h zunächst nicht zu bremsen. Erst an einem Kreisverkehr, wo er stark abbremsen musste, konnte die Streife aufschließen und ihn kontrollieren. Bei der Kontrolle zeigte sich: Dem 21-Jährigen war die Fahrerlaubnis bereits wegen eines illegalen Kraftfahrzeugrennens entzogen worden. Er muss jetzt mit mehreren Anzeigen rechnen.
Schockanruf-Betrug: Täter mit Merkmalen gesucht
Am Montagabend fielen Betrüger in Schwaigern über einen Schockanruf herein. Eine unbekannte Frau gab sich als Oberstaatsanwältin aus und behauptete, der Sohn des Geschädigten habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Ein angeblicher Polizeibeamter übernahm dann das Gespräch und erklärte, gegen Zahlung einer Kaution könne eine Untersuchungshaft des Sohnes verhindert werden. Gegen 21 Uhr erschien ein bislang unbekannter Mann im Bereich der Hauffstraße, gab sich als Polizeibeamter aus, zeigte einen vermeintlichen Dienstausweis vor und nahm das Bargeld entgegen. Ein weiterer Mann hielt sich während der Übergabe in unmittelbarer Nähe auf.
Der Geldabholer wird beschrieben als etwa 1,90 Meter groß, schlank und sportlich, mit kurzen, dunklen, glattem Haar. Er trug graue Arbeitskleidung und sprach leicht schwäbisch mit ausländischem Akzent. Sein Begleiter soll etwa 1,60 bis 1,70 Meter groß und sehr schlank gewesen sein, mit kurzen, glattem Haar und ebenfalls grauer Arbeitskleidung.
Zeugen, die am Montagabend im Bereich der Hauffstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07131 104 4444 bei der Kriminalpolizei Heilbronn zu melden. Die Polizei warnt erneut vor sogenannten Schockanrufen. Polizei und Staatsanwaltschaft fordern niemals telefonisch die Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zur Zahlung einer Kaution. Betroffene sollten bei solchen Anrufen sofort auflegen und selbstständig Kontakt zu ihren Angehörigen aufnehmen. Im Zweifel sollte die Polizei über den Notruf 110 verständigt werden. Bargeld oder Wertgegenstände sollten niemals an unbekannte Personen übergeben werden.
Einbrüche in Besenwirtschaft und Weingut
In der Nacht zum Montag brachen Unbekannte in Leingarten-Schluchtern in eine Besenwirtschaft und das gegenüberliegende Büro eines Weinguts ein. Zwischen Mitternacht und 2 Uhr hebelten sie jeweils die Eingangstüren auf. Aus einer Kasse im Büro wurde Bargeld entwendet, wie viel, weiß man noch nicht. Weitere Wertgegenstände blieben nach bisherigen Erkenntnissen zurück. Der Sachschaden wird auf rund 1.500 Euro geschätzt. Zeugen, die im Tatzeitraum verdächtige Beobachtungen im Bereich Reichertsgraben gemacht haben, können sich unter 07138 810630 beim Polizeiosten Leintal melden.
BMW mit falschen Kennzeichen – Fahndung läuft
Am Montagmorgen wurde in Talheim in der Fleiner Straße ein beschädigter grauer BMW 316 festgestellt. Das Fahrzeug wies im Bereich der linken Front deutliche Beschädigungen auf. An dem Auto waren Kennzeichen angebracht, die aktuell für kein Fahrzeug zugelassen sind. Die Polizei sicherstellte die Kennzeichen. Im Laufe des Vormittags wurde der BMW von einer bislang unbekannten Person ohne Kennzeichen von der Örtlichkeit entfernt. Nach bisherigen Erkenntnissen war das Fahrzeug bereits am Sonntagabend in der Fleiner Straße abgestellt worden. Die Polizei prüft derzeit, ob der BMW mit einem zurückliegenden Verkehrsunfall in Zusammenhang stehen könnte. Zeugen, die Angaben zu dem Fahrzeug, dessen Fahrer oder zum Abstellen beziehungsweise Abholen des BMW machen können, werden gebeten, sich unter 07134 9920 beim Polizeirevier Weinsberg zu melden.
Wie die Nachbarkreise dastehen
In Heilbronn kamen 2025 auf 100.000 Einwohner 886 Betrugsfälle. Am höchsten fällt der Wert unter den Nachbarkreisen im Landkreis Heilbronn aus: 490 Fälle je 100.000 Einwohner. Landesweit sind es 661.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts 2025; Kreisgrenzen © GeoBasis-DE / BKG (2026).
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
» Weitere Polizeimeldungen aus Baden-Württemberg
Auch aus Baden-Württemberg:
Mehr Polizeimeldungen: