Hohenlohekreis: Rettungshubschrauber-Einsatz, Unfallflucht und 15-Jähriger am Steuer

(Symbolbild)

Im Hohenlohekreis hat die Polizei in der vergangenen Woche mehrere schwerwiegende Vorfälle im Straßenverkehr registriert. Im Mittelpunkt standen ein Rettungshubschrauber-Einsatz, eine Unfallflucht und ein besonders fragwürdiger Fall, in dem ein minderjähriger Fahrer die Polizei beschäftigte.

Radfahrer mit Rettungshubschrauber ins Krankenhaus

In Bretzfeld-Dimbach wurde ein 67-jähriger Fahrradfahrer am frühen Sonntagmorgen schwer verletzt. Der Mann war in der Nacht zum Sonntag auf dem Pappelweg von Bretzfeld-Dimbach nach Schwabbach unterwegs, als er auf der leicht abfallenden, geraden Strecke stürzte. Zeugen fanden ihn gegen 1 Uhr auf der Straße liegend. Der Rettungsdienst kümmerte sich um den Schwerverletzten, der mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen wurde. Im Krankenhaus wurde dem Mann auch eine Blutprobe zur Überprüfung seines Alkoholpegels abgenommen. Der Mann soll mutmaßlich alkoholisiert gewesen sein.

Unfallflucht mit detaillierten Täterbeschreibung

In Ingelfingen-Criesbach ereignete sich am frühen Sonntagmorgen eine Unfallflucht. Ein Seat Leon wurde an der Austraße beschädigt. Eine Zeugin beobachtete gegen kurz vor 2 Uhr, wie ein unbekannter Mann in ein Fahrzeug stieg und losfahren wollte. Eine Personengruppe hielt ihn davon ab, da er offensichtlich betrunken war. Der Mann verließ daraufhin die Örtlichkeit zunächst in Richtung des örtlichen Festgeländes. Gegen 2 Uhr kam er zum geparkten Fahrzeug zurück. Beim Ausfahren aus der Parklücke streifte er den am Fahrbahnrand geparkten Seat und verursachte einen Schaden von etwa 5.000 Euro. Er verließ den Unfallort, ohne den Unfall zu melden. Der Täter wird als etwa 1,80 Meter groß beschrieben, mit hellen, lockigen Haaren und heller Jeans. Sein Fahrzeug soll dunkel gewesen sein. Das Polizeirevier Künzelsau nimmt Zeugenhinweise unter der Nummer 07940 9400 entgegen.

Platzwechsel während Polizeikontrolle

Auf der Bundesstraße 19 bei Künzelsau wurde in der Nacht zum Sonntag ein BMW angehalten. Zeugen hatten kurz nach Mitternacht die Polizei wegen der auffälligen Fahrweise gerufen. Während des Telefonats wechselten der ursprüngliche Fahrer und sein 15-jähriger Beifahrer die Plätze. Als eine Streifenwagenbesatzung das Fahrzeug anhalten wollte, kam der Jugendliche der Aufforderung zunächst nicht nach. Erst als eine zweite Polizeistreife ihm den Fahrtweg versperrte, stoppte er. Bei der Kontrolle stellte sich heraus: Der 38-jährige Mann, der zuerst am Steuer saß, war erheblich alkoholisiert. Ein Atemtest zeigte einen Wert von fast 1,4 Promille. Der 15-Jährige war zwar nüchtern, hätte den Wagen aber ebenfalls nicht fahren dürfen. Nach Alkohol- und Drogentest wurde der Jugendliche an eine Erziehungsberechtigte übergeben. Der 38-Jährige wurde zur Blutentnahme ins Krankenhaus gebracht und muss mit Konsequenzen für seinen Führerschein rechnen.

Motorradfahrer bei Unfall schwer verletzt

Bei einem Unfall auf der Bundesstraße 19 bei Dörzbach erlitt ein 24-Jähriger schwere Verletzungen. Der Mann fuhr am Samstagabend gegen 18 Uhr von Hohebach in Richtung Stachenhausen, als er in einer Kurve die Kontrolle über seine Kawasaki verlor und gegen die Schutzplanke prallte. Er wurde mit seiner Maschine auf die Straße zurückgeschleudert und stürzte. Ein Rettungswagen und ein Notarzt kümmerten sich um den Gestürzten. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der Schaden am Motorrad wird auf etwa 2.000 Euro geschätzt.

Einbruch in Wohnmobil auf Firmengelände

Auf einem Firmengelände in Bretzfeld-Schwabbach drangen Einbrecher in der Nacht zum Samstag in ein geparktes Wohnmobil ein. Zwischen 19:30 Uhr am Freitag und 8:30 Uhr am Samstag öffneten die Unbekannten ein Zaunelement in der Otto-Lilienthal-Straße. Sie brachen zudem das Wohnmobil auf, bauten ein Steuergerät aus und entwendeten es. Der entstandene Schaden wird auf etwa 10.000 Euro beziffert. Das Polizeirevier Öhringen nimmt Zeugenhinweise unter der Nummer 07941 9300 entgegen.

Verkehrsunfall mit Totalschaden an der Löwenkreuzung

An der Löwenkreuzung in Öhringen ereignete sich am Sonntagmorgen ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Gesamtschaden von knapp 85.000 Euro. Eine 37-Jährige fuhr gegen 9 Uhr mit ihrem Seat Formentor auf der Friedrichsruher Straße und wollte geradeaus über die Kreuzung in Richtung Hunnenstraße fahren. Sie übersah den von rechts kommenden Hyundai eines 64-Jährigen. Bei der Kollision wurden beide Fahrzeuge von der Wucht des Aufpralls abgewiesen und gegen einen wartenden Seat Ibiza geschleudert. Der Hyundai prallte anschließend gegen einen Laternenmast auf einer Verkehrsinsel. Die drei Insassen des Hyundai konnten sich nicht selbstständig befreien und mussten durch Feuerwehr und Rettungsdienst aus dem Fahrzeug befreit werden. Der 64-Jährige und zwei Frauen im Alter von 62 und 83 Jahren wurden leicht verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Die 37-Jährige wurde ebenfalls leicht verletzt, brauchte aber keine stationäre Behandlung. Der Fahrer des Seat Ibiza blieb unverletzt. Am Hyundai und am Seat Formentor entstand Totalschaden. Der Seat Ibiza blieb fahrbereit. Die Unfallstelle wurde während des Einsatzes teilweise gesperrt.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

» Weitere Polizeimeldungen aus Baden-Württemberg