Bardowick – Ein ICE mit rund 460 Reisenden an Bord hat am Donnerstag, dem 1. Mai 2026 gegen 12:55 Uhr, auf der Strecke zwischen Hamburg und München eine Notbremsung einleiten müssen, nachdem eine herabgefallene Oberleitung in den Fahrbereich hing. Der Vorfall ereignete sich etwa 500 Meter nordwestlich vom Bahnhof Bardowick in der Lüneburger Heide, auf Höhe der Straße Witwenkamp.
Nach ersten Ermittlungen erkannte der Lokführer des ICE 589 rechtzeitig, dass die Oberleitung der Bahntrasse in den Fahrbereich herunterghing, und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Verletzungen gab es unter den etwa 460 Fahrgästen dabei nicht. Allerdings kam die Oberleitung auf dem Dach des Zuges zu liegen, weshalb Feuerwehr und Notfallmanager zunächst die Gefahr von Starkstromschlägen durch Erdung der Leitung beseitigen mussten.
Die Evakuierung der Reisenden sowie ihre Weiterreise sollen zeitnah auf der freien Strecke durch einen direkten Umstieg in einen Ersatz-ICE ermöglicht werden. Für den ICE 589 wurde zudem eine Abschlepplokomotive angefordert. Die Bahnstrecke ist im betroffenen Bereich vollgesperrt; das Ausmaß der Verspätungen war zunächst nicht bekannt.
Die Bundespolizei ist vor Ort und ermittelt zur möglichen Ursache des Unfalls. Rückfragen können an die Bundespolizeiinspektion Bremen, Pressesprecher Simon Gruhl, gerichtet werden – telefonisch unter 0421 16299-6101 oder mobil unter 0172 3467750.