An der Autobahnanschlussstelle Evendorf haben illegal entsorgte Chemikalienfässer am gestrigen Montag einen mehrstündigen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Drei etwa kniehohe Kunststofffässer mit gefährlichem Inhalt waren auf einem Pendlerparkplatz abgestellt worden.
Gegen 14 Uhr erhielt die Polizei den entscheidenden Hinweis auf die verdächtigen Behälter. Bei der Überprüfung des Parkplatzes stellten die Beamten fest, dass die Beschriftung der Fässer auf einen Gefahrstoff hinwies, der unter Umständen explosionsgefährlich sein kann. Daraufhin wurde umgehend Alarm ausgelöst.
Der Gefahrgutzug der Kreisfeuerwehr und mehrere umliegende Ortsfeuerwehren rückten an. Um die Fässer wurde ein großräumiger Sicherheitsbereich eingerichtet, was weitreichende Sperrungen zur Folge hatte: Die Autobahnanschlussstelle Evendorf in Richtungsfahrbahn Hamburg, die Überführung der L 212 sowie zeitweise auch die Zufahrt zum Rasthof auf der westlichen Seite der A7 mussten gesperrt werden.
Zur Einschätzung der Gefährlichkeit zogen die Einsatzkräfte Delaborierer des Landeskriminalamtes aus Hannover hinzu. Diese Spezialisten konnten schließlich Entwarnung geben: Eine akute Explosionsgefahr bestand nicht. Die Fässer, die jeweils noch mit einigen Kilogramm des Stoffes gefüllt waren, wurden fachgerecht abtransportiert. Erst gegen 18:30 Uhr konnten sämtliche Sperrungen wieder aufgehoben werden.
Die Polizei Salzhausen hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und versucht nun, die Herkunft der illegal entsorgten Fässer zu ermitteln. Ein Foto von Einsatzkräften bei der gemeinsamen Lagebesprechung ist in der digitalen Pressemappe der Polizeiinspektion Harburg zur redaktionellen Verwendung eingestellt.