Illegales Autorennen auf A27 und A7: Polizei stoppt drei Raser aus Salzgitter

(Symbolbild)

Drei junge Männer aus Salzgitter haben sich am Freitagabend ein illegales Autorennen auf den Autobahnen A27 und A7 geliefert und dabei andere Verkehrsteilnehmer massiv gefährdet. Die Polizei konnte die Raser schließlich an einer Rastanlage stoppen und leitete Ermittlungsverfahren ein.

Gegen 20:40 Uhr meldeten Zeugen drei Fahrzeuge auf der A27 in Fahrtrichtung Hannover, die sich im Bereich der Anschlussstelle Verden-Ost ein mutmaßliches Rennen lieferten. Die Fahrer setzten ihre riskante Fahrt über das Autobahndreieck Walsrode auf die A7 in Richtung Kassel fort, wo sie schließlich an der Tank- und Rastanlage Wülferode durch Polizeikräfte angehalten werden konnten.

Bei den Fahrern handelt es sich um drei junge Männer im Alter von 18, 19 und 20 Jahren, alle aus Salzgitter. Der 18-Jährige fuhr einen Renault Trafic mit einem 21-jährigen Beifahrer, ebenfalls aus Salzgitter. Der 19-Jährige war mit einem Mercedes-Benz GLK 220 CDI unterwegs, der 20-Jährige mit einem Mercedes-Benz CLA 220 D.

Den Ermittlungen zufolge waren die drei Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und überholten mehrfach verbotswidrig rechts sowie über den Seitenstreifen. Zudem hielten sie extrem geringe Abstände ein und gaben sich gegenseitig Lichthupe, um Signale zum Einscheren zu geben und als Verband zusammenzubleiben.

Die Führerscheine des 18- und des 20-Jährigen wurden noch vor Ort beschlagnahmt, während der 19-jährige Fahrer zum Zeitpunkt der Kontrolle kein entsprechendes Dokument mit sich führte. Den Fahrern des Renault und des Mercedes CLA wurde die Weiterfahrt untersagt. Die vier Männer zeigten sich uneinsichtig, was vor Ort zu einer lautstarken Diskussion führte.

Die Polizei hat Ermittlungsverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet. Zudem werden zahlreiche Ordnungswidrigkeiten geprüft, darunter Abstands- und Geschwindigkeitsverstöße und das Nutzen des Seitenstreifens zum schnelleren Vorwärtskommen.

Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz und die Autobahnpolizei Hannover suchen weitere Zeugen sowie Verkehrsteilnehmer, die durch die riskante Fahrweise gefährdet wurden oder relevante Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Verden/Osterholz unter der Telefonnummer 04231-8060 oder die Autobahnpolizei der Polizeidirektion Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-8932 entgegen.