Die Kriminalpolizei Karlsruhe hat am 30. September 2026 bundesweit 15 Wohnungen durchsucht. Im Visier: Mitglieder einer sogenannten „Hater-Community“, die unter dem Namen „Freikreuzzug“ (FKZ) agieren soll. Der Vorwurf wiegt schwer – die Gruppe soll seit März 2023 eine koordinierte Hetzkampagne gegen einen 44-jährigen Karlsruher geführt haben.
Seit Januar 2024 ermittelt die Kriminalpolizei gegen die 15 Beschuldigten im Alter zwischen 22 und 49 Jahren. Alle sind deutsche Staatsangehörige. Nach den bisherigen Erkenntnissen sollen sie sich über verschiedene Online-Plattformen organisiert haben und Informationen über ihr Opfer ausgetauscht haben. Innerhalb der Gruppe wurden solche Aktionen teilweise „Maskengames“ genannt.
Das Netzwerk soll nicht nur im digitalen Raum aktiv gewesen sein. Vielmehr reichten die Handlungen bis in die reale Lebenswelt des Geschädigten hinein und hatten erhebliche Auswirkungen auf ihn, sein persönliches Umfeld sowie unbeteiligte Dritte.
Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe wirft der Gruppe vor, im Namen des 44-Jährigen E-Mails mit beleidigenden oder bedrohlichen Inhalten an Politiker, Gedenkstätten, Richter, Einzelhandelsketten und Schulen verschickt zu haben. Dadurch sollen Strafanzeigen und Ermittlungen gegen das Opfer ausgelöst worden sein. Zusätzlich werden die Beschuldigten verdächtigt, Sachbeschädigungen an seinem Wohnhaus sowie an Gräbern von Familienangehörigen in Karlsruhe begangen zu haben.
Die Ermittlungen begannen, weil der 44-Jährige selbst öffentlich in sozialen Medien aktiv ist. Mit seinen teilweise stark polarisierenden Inhalten wurde er offenbar zur Zielscheibe der Gruppe.
Am Mittwoch durchsuchten Ermittler der Kriminalpolizei Karlsruhe mit Unterstützung örtlicher Polizeikräfte Wohnungen in sieben Bundesländern. Bei den Einsätzen stellten die Beamten unter anderem eine Indoor-Cannabisplantage mit rund 40 Pflanzen sowie umfangreiche Datenträger sicher, die nun ausgewertet werden.
Das Amtsgericht Karlsruhe hatte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Die Verdachtsmomente wiegen schwer: Nötigung, Bedrohung, Störung der Totenruhe, Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener, Vortäuschung von Straftaten, Diebstahl, Sachbeschädigung, üble Nachrede und Beleidigung.
Das Dezernat für Staatsschutz bei der Kriminalpolizeidirektion Karlsruhe ermittelt weiter.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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