Karlsruhe: Russischsprachige Betrüger erbeuten fünfstellige Summen – Polizei warnt

(Symbolbild)

In Ubstadt-Weiher und Karlsruhe-Oberreut haben Telefonbetrüger am Dienstag zwei Senioren um fünfstellige Geldbeträge gebracht. Die Kriminalpolizei Karlsruhe warnt vor der Masche und sucht Zeugen.

Am Dienstagvormittag erhielt ein 79-jähriger Mann aus Ubstadt-Weiher einen Anruf von einer unbekannten Frau. Sie gab vor, dass seine Ehefrau und Tochter eine schwangere Frau angefahren hätten und behauptete, zur Abwendung einer Untersuchungshaft müsse eine Kaution bezahlt werden. Gegen 11:40 Uhr erschien ein Mann an der Salzbrunnenstraße und nahm Bargeld in fünfstelliger Höhe ab. Der Tatverdächtige flüchtete anschließend in unbekannte Richtung. Nach Beschreibung des Mannes soll er zwischen 25 und 30 Jahren alt und etwa 185 Zentimeter groß gewesen sein. Er hatte dunkle Haare und wirkte gepflegt. Das Gespräch fand auf Russisch statt.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in Oberreut. Eine 86-jährige Bewohnerin der Rudolf-Breitscheid-Straße erhielt ebenfalls am Vormittag einen Anruf einer unbekannten Frau. Diese behauptete, die Tochter der Geschädigten habe ein Kind angefahren, das nun notoperiert werden müsse. Auch hier forderte die Anruferin eine Kaution zur Abwendung einer Untersuchungshaft. Gegen 14:30 Uhr kam ein Mann zur Wohnanschrift und nahm Bargeld in fünfstelliger Höhe entgegen. Er entfernte sich danach in unbekannte Richtung. Der Mann wurde als groß und zwischen 40 und 45 Jahren alt beschrieben und trug eine Schildmütze. Auch dieses Gespräch fand auf Russisch statt.

Die Kriminalpolizei rät zu Vorsicht: Legen Sie sofort auf, wenn Sie am Telefon unter Druck gesetzt werden. Wählen Sie die 110 und melden Sie verdächtige Anrufe – nutzen Sie nicht die Rückruftaste. Sprechen Sie nie über persönliche und finanzielle Verhältnisse. Besprechen Sie verdächtige Anrufe mit Familie oder vertrauten Personen.

Zeugen, denen etwas Verdächtiges aufgefallen ist, werden gebeten, die Kriminalpolizei Karlsruhe unter 0721 666 5555 anzurufen. Weitere Informationen und Präventionstipps bietet die Website www.polizei-beratung.de.


Die Entwicklung in Karlsruhe

2024 zählte die Polizei in Karlsruhe 3.538 Betrugsfälle, 2025 waren es 2.875 — 18,7 Prozent weniger. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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