Die Künstliche Intelligenz hat sich in Deutschland deutlich stärker ausgebreitet als noch vor wenigen Jahren. Eine neue Medienstudie von ARD und ZDF zeigt: Inzwischen nutzen 59 Prozent der Deutschen KI-Tools zumindest gelegentlich.
Allerdings offenbaren sich dabei massive Unterschiede zwischen den Generationen. Bei den 14- bis 29-Jährigen haben 92 Prozent bereits Erfahrung mit KI-Anwendungen gemacht. Im Gegensatz dazu liegt der Anteil bei den Menschen über 70 Jahren bei nur 15 Prozent. Eine deutliche Mehrheit – konkret 54 Prozent – betrachtet die Ergebnisse von KI-Tools jedoch mit Skepsis und sieht diese als Werkzeuge, deren Ausgaben überprüft werden müssen.
Bei der Frage nach Transparenz zeigt sich ein differenziertes Bild: 43 Prozent der KI-Nutzer bescheinigen den Tools transparente Quellenangaben. Gleichzeitig hält mit 81 Prozent eine klare Mehrheit solche Quellenangaben für wichtig – was auf ein großes Vertrauensdefizit hinweist.
Bei den Streaming-Plattformen für Videos zeichnet sich ein anderes Trend ab. Der Markt wächst nicht mehr kontinuierlich, sondern befindet sich in einer Phase der Stabilisierung und Ausdifferenzierung. YouTube behauptet seine dominante Position und erreicht 71 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Die öffentlich-rechtlichen Streaming-Angebote von ARD und ZDF schaffen 56 beziehungsweise 51 Prozent Reichweite. Netflix und Amazon Prime Video erreichen nahezu identische Werte in der Gesamtbevölkerung.
Im Audio- und Musik-Streaming dominiert Spotify mit 44 Prozent Reichweite. YouTube Music folgt mit 30 Prozent deutlich dahinter.
Ein weiterer Befund der Medienstudie 2026: Die Verschiebung von traditionellem linearem Fernsehen zu On-Demand-Angeboten verläuft in diesem Jahr nur noch moderat. Während jüngere Zuschauer bereits überwiegend Streaming-Dienste nutzen, sinkt der Anteil der non-linearen Nutzung mit zunehmendem Alter. Allerdings wächst diese auch in älteren Bevölkerungsgruppen im Vergleich zum Vorjahr.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.
Autor: dts Nachrichtenagentur