Die Polizeidirektion Kiel hat Teile des Stadtteils Mettenhof seit dem 22. Oktober 2026 als Kontrollbereich eingestuft. Hintergrund ist die anhaltend hohe Zahl von Gewalt-, Eigentums- und Betäubungsmitteldelikten in diesem Gebiet.
Mit dieser Maßnahme erhält die Polizei erweiterte Kontrollbefugnisse. Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte können innerhalb des Kontrollbereichs anlassunabhängig die Identität von Personen feststellen sowie Personen und mitgeführte Sachen durchsuchen. Bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen sind darüber hinaus Platzverweise und Ingewahrsamnahmen möglich. Die Kontrollen erfolgen lagebildorientiert und richten sich insbesondere gegen Personen, bei denen aufgrund polizeilicher Erkenntnisse oder ihres Verhaltens ein Bezug zu den relevanten Deliktsbereichen besteht.
In den vergangenen sechs Monaten registrierte die Polizei innerhalb des festgelegten Bereichs 69 einfache sowie 17 gefährliche oder schwere Körperverletzungen. Hinzu kamen 114 Eigentumsdelikte, darunter 16 Wohnungseinbrüche. Der Handel mit Betäubungsmitteln und die damit verbundene Beschaffungskriminalität spielen weiterhin eine erhebliche Rolle.
Wiederholt gingen bei der Polizei Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern über randalierende Personengruppen, Drogenkonsum, Lärmbelästigungen und den Einsatz illegaler Pyrotechnik ein. Insbesondere im Umfeld eines Jugendtreffs sowie am Kurt-Schumacher-Platz stellte die Polizei entsprechende Auffälligkeiten fest. Im Juni wurde eine Polizeibeamtin verletzt, nachdem eine Person einen Stein aus einem Hochhaus am Kurt-Schumacher-Platz auf einen Streifenwagen geworfen hatte. Im August wurden mehrere Jugendliche durch einen aus dem Hochhaus geworfenen pyrotechnischen Gegenstand verletzt.
Am Halloween-Abend, dem 31. Oktober 2026, kam es zu mehreren Einsätzen in Mettenhof. Mit Einbruch der Dunkelheit bildeten sich zunehmend Jugendgruppen mit zeitweise bis zu 70 Personen, aus denen heraus wiederholt Feuerwerkskörper gezündet wurden. Besonders auffällig war der Umgang mit sogenannten Molotowcocktails. Bereits am Vortag hatten Einsatzkräfte einen entsprechenden Brandsatz auf einem Schulparkplatz entdeckt. Am Halloween-Abend wurden zwei weitere Brandsätze auf einem unbesetzten Parkplatz und in einem Papiercontainer entzündet. Zudem versuchten Unbekannte, auf einem Fußweg ausgeschüttetes Motoröl in Brand zu setzen. Dies misslang. Die Polizei leitete entsprechende Ermittlungsverfahren ein. Durch konsequente Kontrollen, frühzeitiges Einschreiten und gezielte Ansprachen gelang es den Einsatzkräften, die Situation im Laufe des Abends zu beruhigen. Sieben Jugendliche wurden zur Gefahrenabwehr zur Polizeistation Mettenhof gebracht und dort ihren Erziehungsberechtigten übergeben.
Auch am Folgeabend, dem 1. November 2026, fielen größere Jugendgruppen erneut auf, da diese Pyrotechnik zündeten und für Lärm sorgten. Mehrere Notrufe erreichten die Leitstellen von Polizei und Feuerwehr. Die Jugendgruppen verließen fluchtartig die Tatörtlichkeiten und entfernten sich in unterschiedliche Richtungen. Acht Personen konnten durch Einsatzkräfte angetroffen und kontrolliert werden. Die Personen erhielten Platzverweise. Bei der Durchsuchung eines Jugendlichen konnte ein sogenannter Polenböller aufgefunden werden. Die Einsatzkräfte stellten den Knallkörper sicher und leiteten ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein.
Der Kontrollbereich wird durch folgende Straßen begrenzt: im Norden die Narvikstraße und der Faluner Weg, im Osten der Russeer Weg und der Mettenhofzubringer, im Süden die Hofholzallee und die Kopenhagener Allee, im Westen der Turkuring, die Aarhusstraße und der Jütlandring.
Ziel der Polizeidirektion Kiel ist es, Straftaten nachhaltig zu reduzieren, kriminelle Strukturen frühzeitig zu erkennen und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in Mettenhof zu stärken. Die Festlegung des Kontrollbereichs wird zum 1. Mai 2027 überprüft.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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