Der Koalitionsausschuss von Union und SPD ist am Dienstagabend nach rund sechs Stunden Beratungen ohne konkrete Beschlüsse zu Ende gegangen. Die Spitzenvertreter von CDU, CSU und SPD einigten sich lediglich auf einen „Arbeitsprozess“ für die kommenden Wochen.
Nach dem Treffen wurde bekannt, dass die Koalitionspartner vereinbart haben, wie sie in den kommenden Wochen ihre geplanten Vorhaben voranbringen wollen. Genaue Details zu diesem Arbeitsprozess wurden jedoch nicht mitgeteilt. Eine Pressekonferenz im Anschluss an die Beratungen wurde nicht angekündigt.
Das Magazin „Politico“ berichtet von einer angeblich „guten, vertrauensvollen Atmosphäre“, über die Teilnehmer des Treffens berichtet haben sollen. Am Mittwochmorgen herrschte Ruhe nach dem Spitzentreffen, was in deutlichem Kontrast zum vorherigen Koalitionsausschuss steht.
Das letzte Koalitionstreffen in der Villa Borsig hatte in mehrerlei Hinsicht in einem Debakel geendet. Einerseits waren Berichte über heftige Streitereien nach außen gedrungen, andererseits war die angekündigte sogenannte „Entlastungsprämie“ in Höhe von 1.000 Euro durch den Bundesrat gestoppt worden.