In Konstanz hat die Polizei in der Nacht von Freitag, 10. Juli, auf Samstag, 11. Juli, einen Mercedes AMG aus dem Verkehr gezogen, dessen Motor deutlich manipuliert war. Eine Polizeistreife fiel das Fahrzeug mit aufheulendem Motor in unmittelbarer Nähe eines Einsatzortes auf. Durch eine anschließende Fahndung stellten die Beamten das Auto im Bereich der Schneckenburgstraße. Bei der Kontrolle bestätigte sich der Verdacht: Die Abgasanlage war stark manipuliert worden.
Die Polizei stellte das Fahrzeug sicher und leitete es zur Überprüfung an den TÜV weiter. Die Begutachtung förderte erhebliche weitere Mängel zutage. Neben der unzulässigen Auspuffanlage wies der Mercedes eine unzulässige Rad- und Reifenkombination an der Hinterachse auf. Hinzu kamen vier beschädigte Reifen und fehlende Nachweise für die Zulässigkeit verschiedener Anbauteile wie Frontlippe und Seitenschweller. Ein zusätzlicher, verkehrsgefährdender Mangel bestand darin, dass die Reifen an der Hinterachse am Radkasten schliffen.
Aufgrund der Gesamtheit der Mängel untersagte die Polizei dem 23-jährigen Fahrer die Weiterfahrt. Ihn erwarten nun erhebliche Konsequenzen: Er muss die teure AMG-Abgasanlage zurückbauen und austauschen, einen neuen Reifensatz anschaffen und die erforderlichen Nachweise sowie Fristen des Mängelberichts einhalten. Zusätzlich fallen TÜV-Gebühren, Bearbeitungsgebühren, ein Verwarnungsgeld der Polizei und ein Punkt im Führerscheinregister Flensburg an.
Die Polizei verweist darauf, dass in letzter Zeit vermehrt Autofahrer mit extra lauten oder aufheulenden Motoren gemeldet werden.
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