Kreis Viersen: Polizei kontrolliert Radfahrer und E-Scooter-Fahrer

(Symbolbild)

Im Kreis Viersen hat die Polizei am Mittwoch einen Schwerpunkteinsatz zur Verkehrssicherheit durchgeführt. Im Fokus standen Fahrräder und besonders E-Scooter. Dabei stellten die Beamtinnen und Beamten 129 Geschwindigkeitsverstöße fest.

Der auffälligste Fall: Ein 29-jähriger Viersener fuhr auf der Steyler Straße im Bereich Juiser Feld in Kaldenkirchen statt der erlaubten 50 km/h mit 94 km/h. Ihm droht ein Bußgeld von 400 Euro sowie ein Fahrverbot von etwa einem Monat.

Insgesamt 35 Menschen mussten Verwarngelder bezahlen. In der Viersener Fußgängerzone waren ein Niederländer auf einem Rennrad und eine Frau mit ihrem Fatbike unterwegs – beide hätten absteigen müssen. Die Frau argumentierte, dass dies in Dülken erlaubt sei, doch in Viersen gelten andere Regeln.

Neun Eltern bekommen in den nächsten Tagen ein Verwarnschreiben, weil ihre Kinder sich nicht verkehrskonform verhalten haben. Überwiegend waren sie zu zweit auf E-Scootern unterwegs.

Besonders problematisch sind technisch veränderte E-Scooter. Am Dienstag kontrollierten Beamte in Lobberich auf dem Fenland-Ring einen 14-Jährigen, der mit mehr als 30 km/h auf einem E-Scooter fuhr und zugab, das Gerät manipuliert zu haben. Am selben Tag entdeckte ein Ordnungsamtsmitarbeiter auf einem Feldweg an der Kempener Straße in Willich einen 36-Jährigen, der mit seinem E-Scooter ebenfalls schneller als die erlaubten 20 km/h unterwegs war. Der Mann erklärte, eine höhere Geschwindigkeit über eine App freigeschaltet zu haben.

Für E-Scooter, die die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h überschreiten, besteht der Verdacht eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Beide beschlagnahmten E-Scooter werden zur weiteren Überprüfung sichergestellt. Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis wurden gestellt. Die Polizei warnt: Wer schneller als erlaubt mit einem E-Scooter fährt, riskiert schwere Verletzungen bei Stürzen oder Unfällen.

Ein besonders krasser Fall: Eine 12-Jährige aus Lobberich war zum dritten Mal mit einem E-Scooter unterwegs, obwohl sie das Mindestalter von 14 Jahren nicht erfüllt. Am Dienstag hatte sie als Passagierin noch eine 14-Jährige dabei – doch E-Scooter sind nur für eine Person zugelassen. Der E-Scooter selbst durfte ohnehin nicht mehr im Straßenverkehr fahren, weil die Versicherung im Juni abgelaufen war. Die Mutter erhielt eine Anzeige als Halterin des Fahrzeugs.

Bei dem Einsatz am Mittwoch schrieben die Beamten zudem 14 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, stellten drei Strafanzeigen aus und fertigten sechs Berichte. Außerdem vollstreckten sie einen Untersuchungs-Haftbefehl.

Die Polizei im Kreis Viersen will ihre verstärkten Kontrollen fortsetzen, um allen Verkehrsteilnehmern auf zwei Rädern mehr Sicherheit zu bieten.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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