Kriminalität in Essen und Mülheim deutlich gesunken – Aufklärungsquote gestiegen

(Symbolbild)

Die Polizei Essen hat die Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt. Der Leiter der Direktion Kriminalität, Bernd Röser, präsentierte die Ergebnisse in einer Pressekonferenz und erläuterte die Entwicklungen des vergangenen Jahres.

In Essen und Mülheim an der Ruhr ist die Kriminalität deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2025 wurden 62.867 Straftaten erfasst – das sind 6.506 Fälle weniger als im Vorjahr, ein Rückgang um 9,38 Prozent. Die Aufklärungsquote stieg gleichzeitig auf 51,05 Prozent.

Bei der Gewaltkriminalität setzt sich der positive Trend fort. Die Fallzahlen sanken um 9,4 Prozent auf 2.336 Fälle, seit 2023 sogar um rund 16 Prozent. Die Aufklärungsquote bleibt mit 73,07 Prozent auf hohem Niveau.

Die Straßenkriminalität ging um 11,73 Prozent auf 15.304 Fälle zurück. Bei Raubdelikten zeigt sich ein besonders deutlicher Rückgang: Sie nahmen um 22,66 Prozent auf 495 Fälle ab. In 346 Fällen wurde ein Messer als Tatmittel eingesetzt – ein Rückgang von 11,73 Prozent gegenüber 2023.

Diese Entwicklungen sind unter anderem das Ergebnis konsequenter Präsenz- und Kontrollmaßnahmen. Dazu zählen das Projekt S.I.E. in Mülheim an der Ruhr, das Projekt EK Altendorf in Altendorf, das Präsenzkonzept „Safe City“ im Essener Stadtkern, die Maßnahmen der BAO Aktionsplan Clan sowie eine neu eingerichtete Präsenz- und Kontrolleinheit.

Ein Beispiel für nachhaltige Kriminalstrategien ist die Ermittlungsgruppe „Fahrrad“. Seit ihrer Einrichtung 2023 konnten die Fallzahlen um insgesamt 54,8 Prozent gesenkt werden. Im Jahr 2025 wurden 1.414 Fahrraddiebstähle registriert. Die Aufklärungsquote stieg auf 7,5 Prozent.

Bei Diebstahlsdelikten insgesamt ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Die Fallzahlen sanken um 14,38 Prozent auf 26.151 Fälle. Besonders deutlich zeigt sich dies beim Ladendiebstahl, der um 23,25 Prozent auf 4.647 Fälle zurückging. Die Aufklärungsquote liegt hier bei 93,48 Prozent.

Die Rauschgiftkriminalität nahm um 34,68 Prozent auf 1.516 Fälle ab, bei einer Aufklärungsquote von 95,23 Prozent.

Auch bei jungen Tatverdächtigen zeigt sich eine positive Entwicklung. Die Zahl jugendlicher Tatverdächtiger sank um 15,35 Prozent auf 1.809 Personen, die Zahl tatverdächtiger Kinder um 4,73 Prozent auf 867. Dies ist auch Ergebnis intensiver Präventionsarbeit durch Jugendkontaktbeamte, enge Zusammenarbeit mit Schulen sowie spezialisierte Konzepte und Ermittlungsgruppen.

Trotz der insgesamt positiven Bilanz bleiben einzelne Deliktsbereiche im Fokus. Die Wohnungseinbruchdiebstähle stiegen um 8,2 Prozent auf 2.309 Fälle, die Aufklärungsquote liegt hier bei 7,45 Prozent. Ein entscheidender Faktor ist, dass 44,57 Prozent der Versuche fehlgeschlagen sind – ein Zeichen, dass die intensive Präventionsberatung der Polizei Essen Wirkung zeigt. Die Polizei reagiert auf diese Entwicklung mit verstärkten Präsenzeinsätzen, unterstützt durch die Bereitschaftspolizei, ausgeweiteter Präventionsberatung und gezielter Öffentlichkeitsarbeit.

Die vollständige Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 ist auf der Website des Polizeipräsidiums Essen verfügbar.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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