Landfahrer in Schierling von Jugendlichen mit rechten Parolen angefeindet

(Symbolbild)

In Schierling im Landkreis Regensburg haben mehrere Jugendliche am Samstag kurz vor Mitternacht Landfahrer verschiedener Nationalitäten mit rechten Parolen angefeindet. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg ermittelt wegen Volksverhetzung. Noch in der Nacht konnten Beamte der Polizeiinspektion Neutraubling mehrere Tatverdächtige identifizieren.

Die Landfahrer befanden sich auf einem Feld in der Obermühlstraße, als eine Gruppe von Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren sie ansprach und vertreiben wollte. Dabei trugen die Angreifer auch Sturmmasken. Anschließend riefen sie die rechte Parole „Deutschland den Deutschen“, bevor sie sich entfernten. Zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam es nicht.

Die Landfahrer informierten daraufhin die Polizei, die sofort unter Federführung der Polizeiinspektion Neutraubling umfangreiche Fahndungsmaßnahmen startete. Durch die genaue Beschreibung der Fahrzeuge konnten im Umfeld des Tatortes ein Teil der Tatverdächtigen aufgegriffen und vorläufig festgenommen werden. Im Verlauf des Sonntags wurden umfassende Vernehmungen und Zeugenbefragungen durchgeführt.

Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg führten eine umfassende Gefährderansprache mit einem mutmaßlichen Tatverdächtigen, einem 16-jährigen Deutschen, durch. Den von der nächtlichen Aktion betroffenen Personen unterbreitete die Polizei ein proaktives Beratungsangebot im Hinblick auf Hasskriminalität.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz stellte klar: „Rechtsextreme Parolen, menschenverachtende Einstellungen und jegliche Form von Hasskriminalität werden nicht toleriert. Entsprechende Vorfälle werden konsequent verfolgt und strafrechtlich geahndet. Die Polizei tritt solchen Entwicklungen entschieden entgegen und setzt sich aktiv für den Schutz aller Menschen sowie ein respektvolles und friedliches Miteinander in der Gesellschaft ein.“

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