Nach einer schweren Auseinandersetzung im Regensburger Ostpark Ende Mai sucht die Kriminalpolizei dringend Zeugen und Videos des Vorfalls. Bei der Schlägerei am Abend des 28. Mai wurden neun Menschen verletzt, eine 39-jährige Irakerin erlitt schwere Kopfverletzungen.
Der Streit begann nach aktuellem Ermittlungsstand mit einer harmlosen Auseinandersetzung zwischen zwei Kindergruppen, die sich mit nassen Schwämmen bewarfen. Daraufhin gerieten die Eltern aneinander. Dabei soll eine 34-jährige Somalierin die bereits am Boden liegende 39-jährige Irakerin mit mehreren Tritten gegen den Kopf schwer verletzt haben. Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
Die schwerverletzte Irakerin musste vor Ort beatmet und mit Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus gebracht werden. Sie kam auf die Intensivstation und wurde am folgenden Tag auf die Normalstation verlegt. Inzwischen hat sie das Krankenhaus wieder verlassen. Die 34-jährige Somalierin sowie eine 30-jährige Somalierin kamen mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.
An der Auseinandersetzung waren Menschen aus acht Nationalitäten beteiligt: Deutsche, Somalier, Iraker, Türken, Mazedonier, Tunesier, Italiener und Ukrainer. Welche Rolle die verschiedenen Nationalitäten bei dem Streit spielten, ist noch nicht geklärt. Aufgrund der großen Anzahl beteiligter Personen bildete die Polizei eine eigene Ermittlungsgruppe.
Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die das Geschehen am Abend des 28. Mai im Ostpark beobachtet haben, sich zu melden. Besonders wichtig sind Videos von dem Vorfall, die als Beweismaterial dringend benötigt werden. Hinweise nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg unter der Telefonnummer 0941/506-2888 entgegen.