Linienbus-Kontrolle in Groß-Gerau: Nur zwei von neun Bussen ohne Mängel

(Symbolbild)

Bei einer Verkehrskontrolle von Linienbussen in Groß-Gerau haben Polizeibeamte bei sieben von neun überprüften Fahrzeugen Beanstandungen festgestellt. Beamte der Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Südhessen kontrollierten am Dienstag (14. April) zwischen 7.30 und 9.00 Uhr an der Martin-Buber-Schule neun Linienbusse des öffentlichen Personennahverkehrs samt ihrer Fahrer.

Bei zwei Bussen entdeckten die Kontrolleure Probleme mit dem Erste-Hilfe-Material. Das lebensrettende Equipment war in einem verschlossenen Fach über dem Fahrersitz untergebracht, die Fahrer besaßen jedoch keinen Schlüssel dafür. Im Notfall hätte das Material daher nicht zur Verfügung gestanden, um verletzte Personen zu versorgen.

Ein weiterer Bus wies technische Mängel auf: Die Beamten fanden eine Schraube in einem Reifen. Da nach der Entfernung des Gegenstands kein Luftverlust festgestellt werden konnte, durfte das Fahrzeug seine Fahrt zunächst fortsetzen. Bei einem anderen Linienbus stellten die Kontrolleure einen Steinschlag direkt im Sichtbereich des Fahrers in der Windschutzscheibe fest. Der Fahrer gab an, dass der Schaden am Vortag entstanden sei. Das Busunternehmen wurde aufgefordert, die Scheibe unverzüglich austauschen zu lassen.

In drei weiteren Fällen führten die Busfahrer die vorgeschriebenen Beförderungsbedingungen und Entgelte nicht mit sich. Die Polizei wird das zuständige Regierungspräsidium Darmstadt über diese Verstöße informieren.