Die Aufhebung des Lkw-Fahrverbots an Sonn- und Feiertagen wegen Niedrigwassers hat bislang nur zu einem geringen Anstieg des Lkw-Verkehrs geführt. Das zeigt eine erste Bilanz des Bundesverbands Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) nach den vergangenen zwei Wochenenden.
Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des BGL, berichtet der „Rheinischen Post“ von einem gemischten Bild aus der Branche: Die zusätzlichen Möglichkeiten würden zwar grundsätzlich genutzt, aber offenbar nur in überschaubarem Umfang. In Nordrhein-Westfalen registrierte man ein leicht höheres Lkw-Aufkommen, ohne dass dadurch größere zusätzliche Staus entstanden wären. Bayern erlebte am vergangenen Wochenende dagegen kaum mehr Lkw-Verkehr als sonst.
Von einem flächendeckenden erheblichen Anstieg des Lkw-Aufkommens kann laut Engelhardt bislang keine Rede sein. Der Grund: Nicht alle Logistiker greifen die Möglichkeit auf, sonntags zu fahren. Bei vielen Unternehmen und Fahrern stoße die Vorstellung, zusätzliche Transporte an Sonntagen zu übernehmen, auf Skepsis. Hinzu kommt: Die befristete Aufhebung des Fahrverbots schafft weder zusätzliche Fahrerinnen und Fahrer noch erweitert sie die gesetzlich zulässigen Lenkzeiten.
Autor: dts Nachrichtenagentur